Bayern München: Hoeneß-Absage an Arsenal-Star Alexis Sanchez?

Der FC Bayern hat vorsichtig verstärkt und abermals Abstand von großen Summen genommen. Das gefällt Hoeneß. Sanchez handelt sich eine Absage ein.

Uli Hoeneß ist mit der Transferphase des FC Bayern München sehr zufrieden. Der Präsident des deutschen Rekordmeisters sagt indirekt Alexis Sanchez vom FC Arsenal ab.

"Das ist doch keine Politik", flucht Hoeneß im kicker. Der Bayern-Macher sah sich zuletzt aufgrund seiner Transfers in der Kritik und erklärt nun: "Was bis jetzt gemacht wurde, hat meine volle Unterstützung, es ist absolut zufriedenstellend. Das hat alles Hand und Fuß."

Die bisherigen Neuzugänge Niklas Süle, Sebastian Rudy (beide TSG 1899 Hoffenheim), Serge Gnabry (Werder Bremen) und Corentin Tolisso (Olympique Lyon) seien "Spieler mit großer Perspektive für die Zukunft." Für Hoeneß ist klar, wohin der Weg gehen soll.

Hoeneß empört über Kritik

"Entweder wir gehen diesen Weg mit all diesen jungen Leuten, und dann müssen sie eine Chance haben zu spielen - oder wir gehen diesen Weg nicht", stellt der Präsident klar und fügte an: "Aber einen Neuaufbau kann man nicht machen, indem man 100-Millionen-Transfers für 29- und 30-Jährige durchzieht."

Ob sich Hoeneß damit indirekt gegen eine Verpflichtung von Alexis Sanchez vom FC Arsenal ausspricht, bleibt Grundlage für Spekulationen. Der Chilene würde neben einer enormen Ablösesumme höchstwahrscheinlich noch ein enormes Gehalt verlangen. Hoeneß erklärte weiter: "Wir reden alle von einem Neuaufbau und dass die Zukunft des FC Bayern München gestaltet werden müsse - und dann macht das der FC Bayern, holt junge Spieler im Alter zwischen 20 und 22 Jahren, und es gibt auch wieder Kritik."

Von den viel zitierten Granaten will Hoeneß nichts wissen: "Ich habe gesagt, wenn wir diese Mannschaft verstärken wollen, müssen wir Granaten kaufen. Und solche zu kriegen ist schwer genug. Es war in keiner Weise eine Aussage, dass wir das tun werden."

Grundgerüst soll erweitert werden

Für "extrem viel Geld" gäbe es dennoch lange keine Garantie, die Champions League zu gewinnen. "Von Alibikäufen halte ich aber nichts. Intern ist das bei uns alles abgesprochen", so Hoeneß. Er setzt vielmehr auf ein gutes Grundgerüst, das für die Zukunft erweitert werden soll.

"Real Madrid wurde in der vergangenen Saison verdient Champions-League-Sieger, aber gegen welchen Gegner war diese Mannschaft richtig unter Druck? Gegen uns", führt der 65-Jährige an. Bisher investierten die Bayern rund 70 Millionen Euro in vier Neuzugänge. Altersschnitt: 22,4.