Hockey-Männer remis gegen Titelverteidiger

Die deutsche Hockey-Nationalmannschaft hat bei der Weltmeisterschaft in Indien einen Achtungserfolg gefeiert, einen wichtigen Sieg aber spät verpasst. Das Team von Bundestrainer Andre Henning trennte sich im zweiten Gruppenspiel mit 2:2 (1:1) vom Titelverteidiger und Topfavoriten Belgien.

"Am Ende ist es bitter, dass wir nur 2:2 spielen. Aber, dass man nach einem Unentschieden gegen den Olympiasieger und Weltmeister unzufrieden ist, ist ein gutes Zeichen", sagte Mittelfeldspieler Timur Oruz: "Es hat Bock gemacht, auch wenn wir noch Luft nach oben haben."

Luft nach oben hatte das deutsche Team insbesondere in der Anfangsphase der Partie. Dennoch hatte Christopher Rühr früh die große Chance zur Führung, scheiterte aber an seinem Kölner Teamkollegen Vincent Vanasch im belgischen Tor. Wenig später machte es Cedric Charlier auf der Gegenseite besser und brachte den dominanten Olympiasieger in Führung (10.).

Im zweiten Viertel fing sich die deutsche Mannschaft - der starke Krefelder Niklas Wellen sorgte nach schöner Einzelaktion aus spitzem Winkel für den Ausgleich (23.).

Nach einem ausgeglichenen dritten Viertel spielte Deutschland auch im Schlussabschnitt gefällig nach vorne. Acht Minuten vor dem Ende wurde Marco Miltkau beim Torschuss gefoult - Tom Grambusch verwandelte den fälligen Siebenmeter eiskalt. Victor Wegnez aber schlug für die Belgier kurz darauf in Überzahl zurück und sorgte für den leistungsgerechten Endstand (55.).

Am Freitag geht es für das Team des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) gegen Südkorea weiter (14.30 Uhr/DAZN). Der direkte Einzug ins Viertelfinale als Gruppenerster dürfte aufgrund der besseren Tordifferenz der Belgier schwierig werden. Als Gruppenzweiter oder -dritter würde das DHB-Team in einem Zwischenrundenspiel um den Einzug in die Runde der letzten Acht kämpfen.