Royale Hochzeit: Dieser absurde Brauch ist eine Demütigung für Frauen

Susanne Klaiber
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Royale Hochzeit: Dieser absurde Brauch ist eine Demütigung für Frauen

Im Video oben: Das ist damals bei der royalen Hochzeit von Prinzessin Diana

Im Video oben: Das ist damals bei der royalen Hochzeit von Prinzessin Diana und Prinz Charles schief gelaufen.

Ich liebe meinen Vater. Diesen Mann, der alles und jeden stehen lässt, wenn er denkt, dass ich ihn brauche. Diesen Mann, der mit mir zusammen herumwerkelt, nur, damit wir die Zeit zusammen verbringen können. Diesen Mann, mit dem ich wohl auch deswegen manchmal aneinander gerate, weil ich ihm so ähnlich bin.

An ihn denke ich viel in den vergangenen Tagen. Jedes Mal, wenn wieder die Rede von der Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle ist. Weil es da etwas gibt, was mir Unbehagen bereitet. Es sind ein paar unscheinbare Zeilen in einer Mitteilung des Hofes:

“Am Morgen der Hochzeit wird Ms Ragland mit Ms Markle mit dem Auto zum Schloss Windsor fahren. Mr Markle wird seine Tochter in der St. George’s Chapel zum Altar führen.”

Das ist nicht romantisch, sondern demütigend

Das klingt so romantisch. Aber es ist demütigend. Für die Braut und die Brautmutter. Denn eigentlich steht da:

Am Morgen der Hochzeit werden zwei Frauen zum Schloss fahren. Dann kommt der wichtige Teil: Ein Mann wird eine 36 Jahre alte Frau – die schon mal verheiratet war und ihr eigenes Geld verdient – einem anderen Mann in die Hand drücken.

Die Übergabe der Frau von Mann zu Mann

Zu bestaunen ist dieser Brauch nicht nur im englischsprachigen Raum, sondern auch in diversen Hollywood-Schmachtfetzen und mehr und mehr in Deutschland. 

Ich frage mich, wieso da nicht viel mehr Frauen der Hut hochgeht.

Die Symbolik an sich ist schon stark. Und wenn es stimmt, dass der Brauch aus dem Germanischen stammt, als die Braut vom Machtbereich des Vaters in den des Ehemannes wechselte, dann bekomme ich Gänsehaut.

► Die Tochter, das unselbständige Wesen, das Schutz braucht.

► Der Vater, das Familienoberhaupt.

► Die Mutter am Rand, die traditionell die meisten Nerven investiert und viele eigene Träume dafür zurückgestellt hat.

Ist diese Interpretation...

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