Hochwassersituation in Hildesheim bleibt angespannt

Aufatmen nach dem Hochwasser in Goslar, weiter Anspannung in Hildesheim und Braunschweig: Während nach den Überwemmungen im Harz vielerorts das große Aufräumen begann, stiegen weiter flussabwärts im nördlicheren Niedersachsen noch die Pegel

Die Lage im vom Hochwasser betroffenen Hildesheim in Niedersachsen bleibt angespannt. Nachdem am Mittwoch der Pegel des Flusses Innerste zunächst gefallen war, stieg er in der Nacht wieder knapp über sieben Meter an, wie ein Sprecher der Hildesheimer Feuerwehr am Donnerstag sagte. Die Wassermassen drücken demnach auf die Deiche und Sandsäcke. Zudem stieg das Grundwasser.

"Bisher hält alles", sagte der Feuerwehrsprecher. Die Deiche in der Stadt werden ständig verstärkt und "neuralgische Punkte" besonders geschützt. Es gebe noch keine Lecks. Auch Evakuierungen seien bisher nicht nötig gewesen.

Ein Sprecher des Landkreises Hildesheim sagte, es gebe noch keine Entspannung. "Aber die Lage ist im Griff". Derzeit gebe es noch in vier von 18 Gemeinden des Landkreises Probleme mit den Wassermassen.

Der Harz war am stärksten von dem unwetterartigen Dauerregen der vergangenen Tage betroffenen. Am Mittwoch gab es unter anderem im südlichen Niedersachsen, in Thüringen und in Teilen Bayerns Hochwasserwarnungen. Im niedersächsischen Landkreis Goslar wurde der Katastrophenalarm inzwischen wieder aufgehoben, nachdem sich die Lage entspannte.