Hochtief-Eigner ACS könnte seine Bausparte abspalten: Kreise

Rodrigo Orihuela
·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Der Hauptaktionär der Hochtief AG, die spanische Actividades de Construccion y Servicios SA, erwägt informierten Personen zufolge eine Abspaltung seiner Bausparte um sich voll auf das Betreiben von Mautstraßen zu konzentrieren.

Derzeit arbeitet ACS an einer internen Analyse, bei der es darum geht, die Konzernstruktur zu vereinfachen, hieß es aus den Kreisen. Die Überlegungen befinden sich in einem frühen Stadium, und ACS erwägt auch noch andere Alternativen.

Ein Vertreter des in Madrid ansässigen Unternehmens lehnte eine Stellungnahme ab.

Der Baubereich, der zusammen mit dem Konzessionsgeschäft zum Infrastrukturbereich von ACS gehört, generierte einen Nettogewinn von 100 Millionen Euro im vergangenen Jahr. ACS versucht derzeit unter seinem Gründer Florentino Perez - Vorsitzender des Fußballclubs Real Madrid - sich zu verschlanken und zum führender Mautstraßenbetreiber zu werden.

Anfang dieses Monats hat ACS den 4,9-Milliarden-Euro-Verkauf seiner Industriedienstleistungs-Sparte an Vinci SA abgeschlossen; ein paar Tage später gefolgt von einem Angebot für die spanische Autobahn-Tochter der italienischen Atlantia SpA. Perez will versuchen, Atlantias Autostrade per l’Italia SpA mit Abertis Infraestructuras SA zusammenzuführen, einem Mautstraßen-Betreiber der ACS und der italienischen Familie Benetton, die auch Atlantia kontrolliert.

Die Abspaltung des Baugeschäfts wird durch die zwei börsennotierten ACS-Töchter verkompliziert: Neben der Hochtief noch die australische Cimic Group Ltd. Hochtief wiederum gehört ein Großteil der Abertis-Anteile von ACS. Perez will allerdings weder bei Hochtief noch bei Cimic die Minderheitsaktionäre herauskaufen.

Überschrift des Artikels im Original:ACS Said to Weigh Construction Spinoff Amid Focus on Toll Roads

(Wiederholung vom Vortag)

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