Clinton mit vernichtender Aussage gegen Trump

Hillary Clinton teilt zurzeit mächtig gegen ihren ehemaligen Kontrahenten aus. (Bild: AP Photo/Patrick Semansky)

Nach ihrer Niederlage im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 gegen Donald Trump wurde es ruhig um Hillary Clinton. Spätestens seit der Veröffentlichung ihrer Biographie “What Happened” (deutsch: “Was passiert ist”) steht die ehemalige US-Außenministerin wieder im Rampenlicht – und nutzt dies, um scharfe Kritik am US-Präsidenten zu üben.

 

Während eines Auftritts bei einem Event in New York City bemängelte Clinton, Trump würde sich während der schweren Hurrikan-Katastrophe in Puerto Rico in erster Linie um die NFL-Kontroverse kümmern. “Ich bin mir nicht sicher, ob er weiß, dass Puerto Ricaner amerikanische Staatsbürger sind”, so Clinton.

Der Präsident hatte Footballspieler scharf kritisiert, die sich aus politischen Gründen weigerten, bei der US-Hymne zu stehen. Während er seiner Wut in zahlreichen Tweets Luft machte, erwähnte er Puerto Rico in nur einem Posting. Clinton bezeichnete Trumps Tiraden als “höchst besorgniserregend”.

“Wenn ein NFL-Spieler das Privileg haben möchte, Millionen Dollar in der NFL oder anderen Ligen zu verdienen, dann sollte ihm nicht erlaubt sein, unserer großartigen amerikanischen Flagge (oder Land) keinen Respekt zu erweisen und er sollte bei der Nationalhymne aufstehen. Wenn nicht, BIST DU GEFEUERT. Such dir einen anderen Job!”, so Trump in einer Reihe von Tweets am 23. September.

“Zur selben Zeit, als er das tat, hatten wir amerikanische Bürger in Puerto Rico, die sich in einer verzweifelten Situation befanden”, so Clinton. Im Freistaat, dem größten Außengebiet der USA, kamen beim Sturm der Stärke 4 mindestens 16 Personen ums Leben.

Donald Trump hatte gestern via Twitter seine Solidarität mit Puerto Rico bekundet – eine verhältnismäßig späte Reaktion: “Amerikas Herzen und Gebete sind bei den Leuten von Puerto Rico und USVI [United States Virgin Islands, den Amerikanischen Jungferninseln, Anm.]. Wir werden das überstehen – und wir werden es GEMEINSAM überstehen”, so der US-Präsident.