HNA reduziert Anteil an Deutscher Bank


HNA hat seine Beteiligung an Deutschlands größtem Geldhaus ein weiteres Mal gekürzt. Noch im Februar hieß es vonseiten des größten Anteilseigners, dass eine weitere Reduzierung nicht geplant sei.

Das in Schwierigkeiten geratene chinesische Konglomerat HNA reduzierte nun die Beteiligung an der Deutschen Bank von 8,8 Prozent auf 7,9 Prozent, berichtet „Bloomberg News“. Teile einer komplexen Derivatevereinbarung, die HNA zur Finanzierung der Beteiligung nutzt, liefen demnach aus.

„Aufgrund des aktuellen Marktumfelds haben wir uns entschieden, einen Teil der Finanzierungsstruktur für unsere Beteiligung an der Deutschen Bank nicht zu erneuern und haben dadurch unsere Beteiligung leicht reduziert“, sagte ein HNA-Sprecher „Bloomberg News“ per E-Mail.


Der Sprecher versicherte jedoch: „Unser Engagement, ein wichtiger Investor der Deutschen Bank zu bleiben, bleibt unverändert.“

Die Reduzierung ist Teil einer Offensive des hoch verschuldeten Mischkonzerns HNA, 16 Milliarden Dollar (13 Milliarden Euro) durch den Verkauf von Vermögenswerten zu beschaffen, um seine Liquidität zu sichern. Das Unternehmen hatte seine Beteiligung an der Deutschen Bank bereits im Februar 2017 gekürzt. Zunächst senkte die HNA Group die Beteiligung an der Deutschen Bank von 9,9 Prozent auf 9,2 Prozent.

Wenige Tage später gab ein Sprecher des Wiener Finanzinvestors C Quadrat, über den der Mischkonzern den Anteil hält, eine weitere Reduzierung auf 8,8 Prozent bekannt. Er versicherte damals: „Eine weitere Reduzierung der Beteiligung ist nicht vorgesehen.“