Hinweise auf Brandstiftung

Aufnahmen einer Drohne zeigen das Ausmaß der Zerstörung im griechischen Küstenort Rafina und Umgebung, rund 25 Kilometer östlich von Athen. Die Feuer könnten, so der Verdacht der Behörden, mutwillig herbeigeführt worden sein. Zeugenberichte und weitere Indizien wurden der Justiz übergeben. Mehr als 80 Menschen kamen ums Leben, durch die Hitze und Windböen hatten sich die Feuer rasch ausgebreitet.

Nikos Toskas, der stellvertretende Minister für Zivilschutz, betonte, man verfüge über ernstzunehmende Hinweise, dass die Feuer auf Brandstiftung zurückzuführen seien . "Aus Gewissensgründen und nicht etwa aufgrund von Fehlern" habe er seinen Rücktritt angeboten, sagte Toskas. Regierungschef Alexis Tsipras nahm diesen allerdings nicht an.

Verteidigungsminister Panos Kammenos musste sich in Mati schwere Vorwürfe einer Frau anhören. "Das hätte nicht passieren dürfen, die Menschen sind völlig sinnlos verbrannt", rief sie dem Minister zu. Man habe sich allein gelassen gefühlt, so die Frau.

Die Suche nach Opfern dauert an, die vom Feuer zerstörten Gebiete werden systematisch von Feuerwehrleuten und freiwilligen Helfern durchkämmt. Auch ausländische Urlauber aus Irland, Polen und Belgien kamen ums Leben. Die Behörden befürchten, dass sich die Gesamtzahl der Opfer noch erhöhen wird, da noch Menschen vermisst werden und die Sucharbeiten bislang nicht abgeschlossen sind.