Hingis' Karriere endet mit Niederlage

Martina Hingis (r.) beendet endgültig ihre Karriere

Die dritte Tenniskarriere der Schweizerin Martina Hingis ist beim WTA-Saisonfinale in Singapur mit einer Halbfinalniederlage zu Ende gegangen. Die 37-Jährige verlor im Doppel an der Seite der Taiwanesin Chan Yung-Jan gegen Timea Babos und Andrea Hlavackova (Ungarn/Tschechien) mit 4:6, 6:7 (5:7).

Hingis hatte kurz vor Turnierbeginn verkündet, nach der Veranstaltung mit dem Profi-Tennis aufzuhören.

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"Wir haben uns beide ein besseres Ende gewünscht, aber die beiden waren heute einfach zu gut", sagte Hingis: "Es gibt aber keinen Grund für Wehmut. Es war eine großartige Reise, ich hatte eine einzigartige Karriere, auf die ich stolz sein kann. Irgendwann wird mir der Tenniszirkus mit Sicherheit fehlen."

Zum Auftakt hatte das topgesetzte Duo Hingis/Chan die deutsch-tschechische Kombination Anna-Lena Grönefeld/Kveta Peschke geschlagen. Die abschließende Krönung blieb der 25-maligen Grand-Slam-Siegerin Hingis (5 im Einzel, 13 im Doppel und 7 im Mixed) verwehrt. Babos und Hlavackova treffen im Finale entweder auf Kiki Bertens/Johanna Larsson (Niederlande/Schweden) oder die Olympiasiegerinnen Jekaterina Makarowa/Jelena Wesnina (Russland).

Bereits zweimal hatte sich Hingis temporär vom Tennis verabschiedet. 2002 beendete sie verletzungsbedingt ihre Einzelkarriere, 2007 zog sie sich nach einer positiven Kokainprobe zurück. Im März 2013 feierte Hingis im Doppel und Mixed ihr Comeback und bald weitere Grand-Slam-Erfolge. Bei den Olympischen Spielen in Rio 2016 holte sie zudem Silber an der Seite ihrer Landsfrau Timea Bacsinszky.

1997 war Hingis im Alter von 16 Jahren und drei Monaten die jüngste Nummer eins der WTA-Weltrangliste geworden. 209 Wochen stand sie an der Spitze des Einzel-Rankings.