Hillary Clinton rechnet ab

Hillary Clinton macht ihrem Ärger über den verlorenen Wahlkampf in einem Buch Luft. Ihr Werk “What Happened” – auf Deutsch “Was geschehen ist” – ist im amerikanischen Original erschienen, die deutsche Fassung ist in Arbeit.

Associated-Press-Reporter Jonathan Lemire meint: “Sie ist gnadenlos in ihrer Kritik an Donald Trump. Sie schreibt, er sei für den Präsidentenposten komplett untauglich und habe dies in seiner Amtszeit bisher nur deutlich gemacht.”

“Ich denke, das Land ist in Gefahr, und ich versuche, Alarm zu schlagen, so dass mehr Menschen zumindest Notiz nehmen”, sagte die 69-jährige Clinton im US-Rundfunk über ihre Motivation, das Buch zu schreiben.

Die Schuld für ihre Niederlage sieht Clinton nicht nur bei sich selbst. Sie “schultert die Vorwürfe früh und oft in ihrem Buch”, schrieb die Zeitung “Chicago Tribune”. Zugleich machte sie aber auch Frauenfeindlichkeit und aus ihrer Sicht unbegründete Vorwürfe in der E-Mail-Affäre für die Niederlage verantwortlich.

Das Buch sei eine “aufrichtige und schwarzhumorige” Beschreibung ihres Gemütszustands direkt nach der Niederlage gegen Donald Trump, schrieb die “New York Times”. Clinton bewege sich “zwischen Bereuen

und gerechtem Ärger, manchmal in einem Absatz”, vermerkte die “Washington Post”.

In den USA stieg das Buch am ersten Verkaufstag auf Rang eins der Amazon-Bestsellerliste.

The best, most poignant parts of Hillary Clinton’s “What Happened” reveal a woman who’s arch but sensitive https://t.co/yuhZ6lYkXf pic.twitter.com/9ywArrocXf— The New York Times (@nytimes) 12 septembre 2017

Fascinating to watch people writing books and major articles about me and yet they know nothing about me & have zero access. #FAKE NEWS!— Donald J. Trump (@realDonaldTrump) 12 septembre 2017