Hilfe per Knopfdruck: Neue Erfindung soll Frauen vor Angreifern schützen

Nicht immer reicht „eine Armlänge Abstand“ aus, um sich effektiv vor übergriffigen Männern zu schützen. (Bild: Getty Images)

Immer wieder sorgen Nachrichten von brutalen Vergewaltigungen und Angriffen auf Frauen für Erschütterung. Ein indischer Entwickler hat nun ein Gadget erfunden, mit dem solche Taten eingedämmt werden könnten.

Es ist wohl kein Zufall, dass ausgerechnet Entwickler aus Indien den Wettbewerb „Women‘s Safety Price“ ausgerufen haben. Naveen Jain und seine Frau Anu leben in einem Land, das laut „BBC“ seit Jahren von einer „Vergewaltigungskrise“ heimgesucht wird. Der US-Nachrichtenseite „The Daily Beast“ zufolge wird auf dem Subkontinent alle fünfzehn Minuten eine Frau vergewaltigt.

Das Unternehmer-Ehepaar Jain hat deswegen aufgerufen, ein Gerät zu erfinden, mit dessen Hilfe Frauen im Ernstfall einen Notruf absetzen können – und zwar unabhängig von Internet-Empfang und Telefonnetz. Nun hat das Investoren-Pärchen einen Sieger gekürt. Der 24 Jahre alte Manik Mehta hat einen entsprechenden Chip entwickelt, der den Anforderungen der Jains entspricht.


“Was, wenn ich dir sage, dass du schlauer bist als vergangenes Jahr, dein Schmuck aber noch genauso dumm ist. Wähle ein smarteres leben, gehe auf leafwearables.com.”

Mehtas Erfindung funktioniert wie folgt: Per zweifachem Knopfdruck kann ein Alarmsignal abgesetzt werden, wobei die Koordinaten des eigenen Standorts mitgesendet werden. Zusätzlich erstellt der Chip eine Audiodatei, um später vor der Polizei beziehungsweise dem Gericht Beweise zu haben. In Deutschland und einigen anderen Ländern wäre ein solches Beweisstück allerdings nicht zugelassen.

Dennoch kann man auf diese Weise einen Hilferuf absetzen, ohne erst sein Handy zur Hand zu nehmen und eine Nummer einzutippen. Die Sekunden, die man so einspart, können am Ende womöglich den entscheidenden Unterschied ausmachen. Die Hoffnung der Entwickler: Sollte die Technologie bekannt werden, könnten Männer sofort von ihren Opfern ablassen, wenn sie bemerken, dass ein Notruf abgesetzt wurde.


“Füge mit deinem Style mehr Charme und einen Ticken Eleganz hinzu!”

Der Chip soll natürlich nicht sofort entdeckt werden und unkompliziert zu handhaben sein. Deswegen ist er so konzipiert, dass er auf Schmuckstücken wie Armbändern oder Halsketten angebracht werden kann – oder beim Kauf bereits in den Schmuck integriert ist. Beim derzeitigen Entwicklungsstand würde der Chip drei Tage lang funktionieren, bevor er wieder aufgeladen werden muss. Im Standby-Modus reicht die Energie sogar für sieben Tage aus.

Auch bei den Kosten soll sich noch etwas tun: Derzeit soll ein solcher Chip zwischen 35 und 40 Dollar (30 bis 34 Euro) kosten, laut „Forbes“ könnte die Neuentwicklung aber noch günstiger werden. Konkrete Informationen gibt es aber noch nicht.