Hilfe für Schwerhörige: Brille transkribiert Gespräche

Josh Feldman trägt eine schwarze Sonnenbrille. Auf den ersten Blick sieht sie aus wie eine ganz normale, die ihn vor dem Sonnenlicht schützen soll. Doch der junge Mann benutzt die Brille, um zu lesen, was die Menschen zu ihm sagen. Er ist seit seiner Geburt schwerhörig.

Die Brille verfügt über ein Augmented-Reality-Display, das beliebige Inhalte über das legen kann, was die Benutzerinnen und Benutzer sehen.

Ein Mitarbeiter des Herstellers Xrai überprüft, ob die Brille sitzt und gut funktioniert, er spricht zu ihm. Und Josh Feldmann kann auf den Gläsern der Brille eine Live-Transkription dessen lesen, was der Mitarbeiter zu ihm sagt. Josh Feldmann kann sich mit jemandem unterhalten, ohne von den Lippen lesen zu müssen.

Zu sehen ist die Szene in einem Werbevideo des Herstellers. Es demonstriert auch, dass die Brille nicht nur auf persönliche Gespräche beschränkt ist. Die Live-Transkription funktioniert auch bei Telefonaten.

Ein britisches Start-up-Unternehmen hat die Brille entwickelt und dafür bereits existierende Technologien wie Augmented-Reality und Audiotranskription verwendet. Das Produkt könnte in Großbritannien das Leben von 12 Millionen Erwachsenen mit Hörverlust verändern.

Es ist noch nicht perfekt, gibt der CEO Dan Scarfe zu. Aber man wolle nicht warten und zulassen, dass "Perfektion der Feind des Machbaren ist". "Wir glauben, dass es bereits jetzt nützlich ist und wollen es deshalb in die Hände der Menschen geben. Es wird in den nächsten Wochen und Monaten immer besser werden", so Scarfe.

Noch hat die Technologie einige Kinderkrankheiten. Die Transkription, die auf Amazons Alexa-Dienst basiert, hat zum Beispiel Schwierigkeiten, Gruppengespräche zu verstehen.

Das Team weiß, dass die Technologie noch nicht ausgereift ist. Es arbeitet bereits an einer zweiten Version, die visuelle Hinweise aufnimmt, um Sprecher besser zu identifizieren und den Text zu verbessern.

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