Hilfe für Krebspatienten: Bund unterstützt Uniklinik-Projekt mit 9,1 Millionen Euro

Die Bundesregierung unterstützt ein großes Projekt zur Psychoonkologie.

Die Bundesregierung unterstützt mit 9,1 Millionen Euro das vermutlich größte Projekt zur Psychoonkologie in Deutschland. Ziel ist es, ein Konzept für eine flächendeckende Versorgung von Krebspatienten mit psychoonkologischen Leistungen im Krankenhaus und im niedergelassenen Bereich zu entwickeln.

An dem auf vier Jahre angelegten Projekt beteiligen sich Partner aus allen Bereichen des Gesundheitswesens. Geleitet wird das Projekt von der Uniklinik Köln, Start ist am 1. Oktober.

Bundesweites Projekt

„Psychoonkologische Maßnahmen sind aus dem therapeutischen Gesamtkonzept für Menschen mit einer Krebserkrankung nicht mehr wegzudenken. Nicht geregelt ist bislang aber der Leistungsumfang der psychoonkologischen Versorgung und die Vergütung durch die Krankenkassen“, sagt Michael Hallek, Direktor Inneren Medizin und des Centrums für Integrierte Onkologie (CIO) an der Kölner Uniklinik.

„Idealerweise wissen wir Ende 2021, welcher Patient welche Leistung zu welchem Zeitpunkt erhalten muss, wer sie erbringt und wie sie vergütet wird“, ergänzt Privatdozent Michael Kusch. Kusch leitet das Projekt „Psychoonkologische Versorgungsforschung im CIO Köln“ seit 2012 und entwickelte mit Psychoonkologen ein entsprechendes Versorgungsprogramm für die klinische Praxis.

Konzept auf lokaler Ebene

Zuvor soll mit dem Projekt „Integrierte, sektorenübergreifende Psychoonkologie“ ein Konzept auf lokaler Ebene entwickelt werden. Das Projekt wird im Großraum Köln und drei ländlichen Regionen in Nordrhein-Westfalen über ärztlich geleitete Versorgungsnetzwerke durchgeführt.

Je nach Bedarf erhält ein Krebspatient dort eine psychosoziale oder psychotherapeutische Versorgung. Die Versorgung eines Patienten beginnt zum Zeitpunkt der Krebsdiagnose und wird über einen Zeitraum von zwölf Monaten bereichsübergreifend erbracht. (ris)...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta