Highroller-Turnier in Wien: Becker spielt wieder Poker

Sebastian Mittag
Boris Becker ist der neue Head of Men's Tennis im Deutschen Tennis Bund

Boris Becker hat mal wieder am Pokertisch Platz genommen. Der frühere Tennisstar spielte das Highroller-Turnier beim Grand Prix Austria im Wiener Casino Montesino.

Das Eintrittgeld für das teuerste Turnier des Events betrug 2200 Euro. Becker, der schon öfter bei Pokerturnieren sein Glück versucht hatte, spielte auf Einladung eines Sponsors.

Ein Preisgeld konnte der 49-Jährige aber nicht gewinnen, Pokerprofi Julian Thomas nahm ihn vom Tisch. 

30 Spieler hatten sich für das Turnier angemeldet, 20 davon zahlten nach ihrem Ausscheiden erneut den Buy-in für einen zweiten Versuch. Mehrere deutsche Top-Spieler waren vertreten, darunter auch der derzeit beste deutsche Zocker Fedor Holz, der das Turnier auch gewinnen konnte und 34.000 Euro abräumte.

Becker war in den vergangenen Wochen immer wieder wegen seiner finanziellen Probleme in den Schlagzeilen.

Stern und Bunte hatten zuletzt berichtet, die Ermittler des Londoner Finanzdienstleisters Smith & Williamson schätzten in einem Insolvenzbericht die Schuldenlast Beckers auf 54 Millionen Pfund (rund 61 Millionen Euro).

Beckers Anwalt Christian Oliver Moser erklärte allerdings in einer Stellungnahme: "Die angegebene Höhe der Schulden wird von unserem Mandanten vehement bestritten. Der Report, auf den hier Bezug genommen wird, ist nur vorläufiger Natur. Er beruht vor allem auf einseitigen Angaben der Gläubiger, die einer näheren rechtlichen Überprüfung größtenteils nicht standhalten werden. Die tatsächliche Summe ist aus Sicht unseres Mandanten deutlich niedriger."