Boateng: "Heynckes würde uns besser machen"

Martin Volkmar, Reinhard Franke
Ottmar Hitzfeld (l.) würde eine Rückkehr von Jupp Heynckes zum FC Bayern gutheißen

Die offizielle Verkündung steht noch aus, Jupp Heynckes zögert noch. Er soll beim FC Bayern  Nachfolger von Carlo Ancelotti werden und in seine vierte Amtszeit beim Rekordmeister starten.

Letztlich sind nur noch Details zu klären. Bis zum Saisonende soll der 72-Jährige die Münchner wieder in die Erfolgsspur führen.

Schon 2009 übernahm Don Jupp interimsweise den Rekordmeister, ehe er 2013 in seiner dritten Amtszeit mit den Bayern das Triple gewann.  


SPORT1 hat Reaktionen zum allem Anschein nach bevorstehenden Heynckes-Comeback zusammengefasst:

Jerome Boateng:

"Jupp Heynckes steht für sich. Wenn es zustande kommt, ist es die beste Lösung für unsere Mannschaft. Er kennt viele unserer Spieler, hat viel Erfahrung, ein super Fingerspitzengefühl. Er würde die Mannschaft mit neuen Impulsen besser machen. Weil er den Verein in- und auswendig kennt, weil er viele Spieler kennt und weiß, wie er mit ihnen umgehen muss. Auch mit Spielern, die nicht so viel spielen. Er macht ein sehr gutes Training, hat eine super Ansprache, kann Spiele gut analysieren. Das sind Sachen, die uns zugute kommen."

Mats Hummels:

"Ich habe schlechte Erfahrungen gemacht mit ihm, wenn man das so sagen kann. Wir haben leider in der Saison das Champions-League-Finale mit Dortmund gegen Bayern verloren. Ich habe selbstverständlich allerdings auch viel Gutes über ihn gehört von den anderen. Ich habe ihn selber ja noch nicht erlebt, aber es gibt viele Leute, die sich darüber freuen würden in der Mannschaft."

Oliver Bierhoff:

"Jupp Heynckes würde dem aktuellen Umfeld bei Bayern gut tun."

Joachim Löw:

"Er ist ein unglaublich erfahrener Trainer, der natürlich auch eine tolle Ausstrahlung hat. In der Situation, in der sich der FC Bayern befindet, ist das eine sehr gute Lösung. (scherzhaft) Wenn er immer wieder zurückkommt nach einigen Jahren, wird er irgendwann mein Nachfolger." 

Ottmar Hitzfeld:

"Jupp Heynckes ist eine Top-Lösung, um in die Erfolgsspur zurückzukehren. Er kennt den Verein, das Umfeld und das Team und sein Engagement bringt die nötige Ruhe."

Peter Neururer:

"Jupp Heynckes ist eine überragende Lösung. Und es ist eine weise Entscheidung der Verantwortlichen von Bayern München. Ich finde es klasse, auf einen Mann zurückzugreifen, von dem man weiß, was er zu leisten imstande ist.

Jupp kennt noch einen Teil der Mannschaft und hat sein Können unter Beweis gestellt. Und seine Erfahrung ist unbezahlbar. Es ist auch keine Frage des Alters.

Jupp ist gesund. Und wenn du gesund bist, dann wirst du immer in diesem Geschäft bleiben. Vielleicht hat Jupp jetzt vier Jahre Kraft gesammelt, die er mit Sicherheit braucht."


Mario Basler:

"Heynckes ist im Moment eine sehr gute Lösung. Bevor man irgendetwas macht, wovon man nicht 100 Prozent überzeugt ist, dann ist das doch jetzt optimal.

Jupp hat mit drei Titeln aufgehört. Ich finde die Entscheidung sensationell. Dies ist zwar etwas aus der Not heraus geboren, weil dass das mit Carlo Ancelotti nicht so funktioniert hat. Damit hatte keiner gerechnet.

Jupp wird da keinen Schaden davontragen. Es muss ja nicht sein, dass die Bayern am Ende Vierter werden, sondern es sind ja nur fünf Punkte Rückstand auf Platz zwei. Diese Entscheidung mit Jupp wird dem Team einen Motivationsschub geben. Es gibt noch einige Spieler, die damals mit ihm zusammengearbeitet haben. Für den Verein ist es aktuell die Königslösung."


Lukas Podolski (ehemaliger Bayern-Spieler unter Heynckes):

"Die Bayern kennen Jupp Heynckes, Jupp Heynckes kennt den FC Bayern in- und auswendig. Er kennt auch noch einen Großteil der Spieler, was auch immer wichtig ist. Er war mit einem Großteil (der Spieler) sehr erfolgreich. Von daher denke ich, kann das auch passen. Er ist natürlich eine andere Generation von Trainer. Er sitzt nicht fünf Stunden am Laptop und baut am System, was man heutzutage alles kennt. Er hat eine andere Art zu trainieren und das Team zu führen. Es hat einfach Spaß gemacht unter ihm, das zeichnet ihn auch aus."