Hexenhaare : So wird man die Haare im Gesicht los

Rachel Brozowski
·Lesedauer: 4 Min.

Es gibt diese eine Stelle in Ihrem Gesicht, an der immer wieder ein oder mehrere dunkle Haare wachsen? Dieses Problem der sogenannten Hexenhaare kennen viele. Wir wissen, woher es kommt und was man dagegen tun kann.

Hexenhaare
Hexenhaare

Gerade noch vor ein paar Tagen ausgezupft und schon zeigt sich wieder ein schwarzes Haar am Kinn. Hexenhaare nerven und erinnern - daher auch der Name - an die böse, häßliche Hexe aus unseren Märchenbüchern. Neben der Höckernase und dem krummen Buckel hatte diese Hexe meist auch ein paar borstige Haare am Kinn. Klar, häßlich ist man natürlich nicht gleich, wenn man ein dunkles Haar im Gesicht hat, aber trotzdem will man es hier irgendwie nicht haben und das Hexenhaar am liebsten dauerhaft loswerden.

Wo wachsen Hexenhaare?

Die unerwünschten Hexenhaare wachsen meistens im Gesicht und hier vornehmlich am Kinn. Aber auch über der Oberlippe oder seitlich vom Mund können schwarze Haare auftauchen, die nach dem Entfernen immer wieder hartnäckig nachwachsen.

Wenn die dunklen Härchen im Gesicht wachsen, stören sie besonders, doch sie können auch an anderen Körperstellen auftauchen - etwa am Rückenoder am Bauch.

Woher kommen Hexenhaare?

Wissenschaftlich ist noch nicht exakt geklärt, wie die lästigen Borsten im Gesicht entstehen. Es gibt jedoch einige Vermutungen, warum es zur Bildung von Hexenhaaren kommt. Eine Annahme ist, dass die schwarzen Haare im Gesicht wachsen, wenn der Hormonspiegel (zum Beispiel in den Wechseljahren) im Ungleichgewicht ist und vom Körper zu viel Testosteron produziert wird. Auch Störungen des Stoffwechsels oder ein Fehler in der DNA kommen als Ursache der unschönen Gesichtshaare in Betracht.

Richtig gemein ist es, wenn dunkle Hexenhaare auf einem Muttermal oder Leberfleck wachsen. Und das passiert nicht selten, denn Muttermale entstehen durch Pigmentstörungen, die häufig gleichzeitig die Haarproduktion an dieser Stelle begünstigen. Und schon wachsen auf Muttermalen dunkle, kräftige Haare. Das ist gerade deswegen fies, weil man bei der Entfernung von Hexenhaaren auf Leberflecken besonders vorsichtig sein sollte. Aber dazu später mehr.

Wie entfernt man Hexenhaare?

Pinzette und Rasierer

Da Hexenhaare vereinzelt auftreten, kann man sie gut mit einer Pinzette entfernen. Allerdings wachsen sie schnell wieder nach. Also sollte man die Stelle gut im Auge behalten und zupfen, sobald sich wieder ein Härchen nach oben bohrt.

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Wer nicht zupfen möchte, kann Hexenhaare natürlich auch abrasieren. Dass sich die Haare dadurch vermehren oder dicker werden, ist ein altes Ammenmärchen. Allerdings kann sich das Erscheinungsbild der Hexenhaare verstärken, da das nachwachsende Haar nach der Rasur keine feine Spitze mehr hat, sondern abgekappt ist und dadurch stärker erscheint. Zudem ist der Rest des Hexenhaars nach dem Entfernen durch den Rasierer oftmals noch als schwarzer Punkt unter der obersten Hautschicht zu sehen. Schnell wächst dieses wieder an die Oberfläche. Und wer eh schon ein Problem mit eingewachsenen Haaren oder unreiner Haut hat, sollte lieber ganz die Finger von der Gesichtsrasur lassen.

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Laser

Keine Lust mehr auf ewiges Zupfen von Hexenhaaren? In diesem Fall kann ein Spezialist per Laser helfen. Bei einer Epilationslasertherapie werden die Haarwurzeln der Hexenhaare durch Lichtimpulse zerstört, so dass sie nicht mehr nachwachsen können. Allerdings wirkt auch eine Lasertherapie nicht unbedingt für immer gegen die lästigen Hexenhaare. Laut klinischer Studien führt die Haarentfernungs-Therapie nur in 68 Prozent der Fälle zu einer vollständigen oder nahezu vollständigen Haarentfernung.

Der Erfolg der Therapie kann jedoch durch eine Kombination von Laser und einer bestimmten Enzymhemmer-Creme erheblich gesteigert werden. Es lohnt sich also, einen Dermatologen aufzusuchen und sich hinsichtlich dieser Art der Haarentfernung beraten zu lassen.

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Hexenhaare auf Muttermal: Was muss man beachten?

Sprießen die Hexenhaare auf einem Muttermal, muss man bei dessen Entfernung besonders vorsichtig sein. Einfach auszupfen sollte man die Haare nicht, da hierdurch krankhafte Veränderungen der Hautoberfläche begünstigt werden könnten.

In diesem Fall sollte man einen Hautarzt befragen, ob es sinnvoller ist, das Muttermal ganz zu entfernen. Kommt dies nicht in Frage, sollte man Hexenhaare an solchen Stellen lieber nur vorsichtig abrasieren oder abschneiden. Hierbei ist besonders darauf zu achten, dass die darunter liegende Haut nicht gereizt oder gar verletzt wird.

Und wenn es immer mehr Hexenhaare werden?

Wenn Ihnen auffällt, dass sich in Ihrem Gesicht immer mehr Hexenhaare ansiedeln, sollten Sie darüber mit einem Arzt sprechen. Hierbei lohnt sich neben dem Gang zum Hautarzt durchaus auch das Gespräch mit einem Gynäkologen. Denn hinter dem übermäßigen Haarwuchs könnte sich eine behandlungsbedürftige Hormonstörung verbergen. Via Bluttest lässt sich schnell herausfinden, ob ein starkes Ungleichgewicht in ihrem Hormonhaushalt vorliegt.