Herzogin Meghan: Diese Zeilen beweisen: Herzogin Meghan hat gelogen

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Herzogin Meghan führt seit Monaten einen Kampf gegen die Presse und bestreitet vehement, an der "schonungslos schmeichelhaften" Biografie "Finding Freedom" beteiligt gewesen zu sein. Ihre E-Mails rücken ihre Aussagen nun in ein neues Licht.

Herzogin Meghan
Herzogin Meghan

Während Herzogin Meghan, 40, in New York einen Termin nach dem nächsten absolviert, scheinen sich in Großbritannien alle gegen sie zu wenden. Nachdem ihr ehemaliger Kommunikationssekretär Jason Knauf dem Gericht bereits am 10. November 2021 einige E-Mails vorlegte, die Meghans Zusammenarbeit mit den Autoren ihrer Biografie "Finding Freedom: Harry and Meghan and the Making of a Modern Royal Family" beweisen, musste nun die gesamte Korrespondenz der Herzogin mit dem Palastberater über die Biografie sowie den explosiven Brief an ihren Vater Thomas Markle, der von der britischen "Mail on Sunday" veröffentlicht wurde, vor Gericht offengelegt werden. Die Auszüge aus dem E-Mail-Verkehr wurden von diversen britischen Medien veröffentlicht.

Lesen Sie hier die wichtigsten E-Mails über die Biografie "Finding Freedom"

30. August 2018: Herzogin Meghan an Jason Knauf

In dieser E-Mail bezieht sich Herzogin Meghan auf einen Tweet, in dem der "Finding Freedom"-Autor Omid Scobie als ihr Stylist bezeichnet wird. Dieser hat den Tweet gerepostet – was Meghan offensichtlich verärgert hat.

"Sie wissen, wie frustrierend ich persönlich das "Stylist"-Narrativ finde (da es die einzige Sache ist, über die ich noch Kontrolle zu haben scheine – mein persönliches Styling), aber da wir gebeten werden, mit dieser offensichtlich maßgeblichen Biografie zu kooperieren, ist es mir unangenehm, dies zu tun, wenn diese Person als Autorität angesehen wird und das Folgende twittert. Können wir einen Termin für ein Gespräch vereinbaren? Ich denke, dass er [Omid Scobie] so schnell wie möglich wieder informiert werden muss, wenn es ein Gespräch über die weitere Zusammenarbeit mit ihnen geben soll."

Omid Scobie: Wer ist "Meghans Chearleader"?

12. September 2018: Jason Knauf an Herzogin Meghan

Omid Scobie und Carolyn Durand sind aktiv auf Freunde von Herzogin Meghan und Prinz Harry zugegangen, um mehr Informationen für ihr Buch zu bekommen. Das wollte Meghan verhindern und ihre Freunde proaktiv bitten, sich auf keinen Fall an der Biografie zu beteiligen. Jason Knauf sah das anders und antwortete der Herzogin Folgendes:

"Hi Ma'am – Wir haben das schon früher gemacht, wenn wir erwartet haben, dass eine Biografie feindselig aufgenommen wird, aber ich halte es in diesem Fall nicht für richtig, eine proaktive Notiz herauszugeben und die Leute zu bitten, nicht mitzuarbeiten. Sie wird mit ziemlicher Sicherheit an Carolyn und Omid zurückgehen, und selbst wenn sie freundlich formuliert ist, könnte sie meiner Meinung nach den Charakter des Projekts erheblich verändern."

12. November 2018: Herzogin Meghan an Jason Knauf

Die Veröffentlichung der Biografie rückt immer näher – und Herzogin Meghan sorgt sich wegen des Medienechos um ihre Mutter Doria Ragland, 65.

"Hätten Sie heute Nachmittag etwas Zeit für ein Gespräch? Ich würde gerne ein paar Dinge über das Buch von Omid Scobie (und seine Reichweite) besprechen, aber vor allem einen Aktionsplan ausarbeiten, um die Sicherheit meiner Mutter vor diesen ungeheuerlichen Fotografen zu gewährleisten."

19. November 2018: Herzogin Meghan an Jason Knauf

Herzogin Meghan will sichergehen, was in der neuen Biografie geschrieben wird und was nicht. Dass sie aktiv an der Themenauswahl beteiligt war, dementierte sie allerdings bis zum 10. November 2021 vehement. Diese E-Mail zeigt nun, dass die Herzogin von Sussex dem Autor Omid Scobie wohl gesonnen war, solange sie den Themen zustimmte.

"Hat Omid sich bei Ihnen mit einer Übersicht darüber gemeldet, was er in dem Buch zu behandeln gedenkt? Wenn ja, können Sie mir das bitte in einer separaten E-Mail mitteilen, damit ich dementsprechend entscheiden kann, ob ich ihn einladen soll, über ein königliches Engagement zu berichten?"

10. Dezember 2018: Prinz Harry mischt sich ein

Jason Knauf hat die Themenübersicht der Autoren erhalten und an Herzogin Meghan weitergeleitet. Außerdem bietet er der Herzogin an, sich mit Scobie und Durand zu treffen. Diese E-Mail wurde auch an Prinz Harry gesendet.

"Im Anhang finden Sie die Bereiche, die Omid und Carolyn mit mir besprechen möchten. Ich rate Ihnen, Ihre Freunde nicht zu bitten, direkt mit ihnen zu sprechen. Ich denke, es ist wichtig, dass wir Hand aufs Herz sagen können, dass sie keinen Zugang hatten, nur für den Fall, dass es in ein schwieriges Gebiet geht. [...] Wenn Sie einverstanden sind, werde ich mich im Laufe dieser Woche mit ihnen [Omid Scobie und Carolyn Durand] treffen, um den sachlichen Hintergrund darzulegen und einen aktuelleren Zusammenhang herzustellen. Wenn Sie immer noch der Meinung sind, dass ein oder zwei Personen in Ihrem Namen mit ihnen sprechen sollten, werden wir das natürlich arrangieren."

Prinz Harry stimmt Jason Knauf zu und antwortet dem Kommunikationssekretär prompt.

"Ich stimme voll und ganz zu, dass wir in der Lage sein müssen zu sagen, dass wir nichts damit zu tun hatten. Wenn Sie ihnen den richtigen Kontext und Hintergrund liefern, würde das helfen, einige Wahrheiten ans Licht zu bringen. [...] Die Wahrheit wird dringend benötigt und wäre sehr willkommen, vor allem im Zusammenhang mit der Markle-Hochzeit, aber gleichzeitig können wir sie nicht direkt mit ihren [Meghans] Freunden in Verbindung bringen."

Jetzt mischt sich Herzogin Meghan ein. Sie hat die Liste aller Fragen bekommen und sogar beantwortet.

"Vielen Dank für die nachstehenden Informationen – wenn Sie sich mit ihnen zusammensetzen, könnte es hilfreich sein, einige Hintergrundinformationen zu haben, deshalb habe ich sie für den Fall der Fälle beigefügt. Ich weiß, dass Sie sich in diesem Bereich besser auskennen als die meisten anderen, aber ich helfe, wo ich kann. Ich weiß Ihre Unterstützung zu schätzen – bitte lassen Sie mich wissen, wenn ich noch weitere Lücken füllen soll."

Daraufhin reagiert Prinz Harry. Ihm scheint ein wichtiges Themenfeld in der Liste zu fehlen.

"Haben Sie auch vor, ihnen eine ungefähre Vorstellung davon zu geben, was sie in den letzten 2 Jahren durchgemacht hat? Medienansturm, Cyber-Mobbing in einem anderen Ausmaß, Thomas Markle als Puppenspieler usw. Selbst wenn sie [Omid Scobie und Carolyn Durand] sich dafür entscheiden, es nicht zu benutzen, sollten sie von jemandem hören, der mittendrin war, wie es war. Wenn du [Meghan] also nicht vorhast, es ihnen zu erzählen, darf ich?!"

13. Dezember 2018: Jason Knauf an Herzogin Meghan

Nachdem Meghan Jason Knauf ihre Antworten gemailt hat, hat sich der PR-Experte mit den "Finding Freedom"-Autoren getroffen. In dieser Mail berichtet er der Herzogin von dem Treffen.

"Ich hatte gestern fast zwei Stunden mit Omid und Carolyn. Ich bin mit ihnen alles durchgegangen. Sie werden das Buch auf die Zeit vor der Geburt des Babys abstimmen und es wird sehr positiv sein. Sie konzentrieren sich vorrangig auf den US-Markt und werden es als ein Fest für Sie positionieren, das die Bilanz in vielerlei Hinsicht korrigiert. Ich werde in engem Kontakt mit ihnen bleiben."

Herzogin Meghan muss sich entschuldigen

Dass Herzogin Meghan sehr wohl an der Biografie "Finding Freedom" beteiligt war, ist nun bewiesen. Warum sie das zuvor vehement bestritten hat, erklärt die 40-Jährige in einem Statement an das Gericht mit einer Erinnerungslücke – und entschuldigt sich. "Angesichts der Informationen und Dokumente, die Herr Knauf zur Verfügung gestellt hat, akzeptiere ich, dass Herr Knauf den Autoren des Buches einige Informationen zur Verfügung gestellt hat, und dass er dies mit meinem Wissen getan hat. [...] Ich entschuldige mich beim Gericht dafür, dass ich mich zu diesem Zeitpunkt nicht an diesen Austausch erinnert habe. Ich hatte absolut nicht den Wunsch oder die Absicht, den Angeklagten oder das Gericht in die Irre zu führen."

Herzogin Meghan: Also doch! Sie gesteht Zusammenarbeit mit „Finding Freedom“-Autoren

Lesen Sie hier die wichtigsten E-Mails über Herzogin Meghans Brief an ihren Vater

Herzogin Meghan und ihr Vater Thomas Markle haben seit dem Paparazzi-Eklat nach ihrer Traumhochzeit ein angespanntes Verhältnis. Immer wieder öffnet sich Markle der Presse und plaudert intime Details über seine weltberühmte Tochter aus. Das wollte Meghan 2018 mit einem persönlichen Brief beenden.

22. August 2018: Herzogin Meghan an Jason Knauf

"Der Auslöser dafür, dass ich dies tue, ist zu sehen, wie viel Schmerz dies H [Harry] verursacht [...], obwohl es unwahrscheinlich ist, wird es vielleicht auch meinem Vater einen Moment zum Innehalten geben. [...] Natürlich habe ich alles, was ich geschrieben habe, in dem Bewusstsein verfasst, dass es durchsickern könnte, also habe ich meine Worte sorgfältig gewählt, aber bitte lassen Sie es mich wissen, wenn Ihnen etwas als Belastung auffällt. [...] Da ich ihn immer nur 'Daddy' genannt habe, könnte es Sinn machen, den Brief so zu eröffnen (obwohl er weniger als väterlich ist), und in dem unglücklichen Fall, dass es durchsickert, würde es einen Nerv treffen."

24. August 2018: Jason Knauf an Herzogin Meghan

Jason Knauf hat Meghans sorgfältig geschriebenen Brief geprüft und gibt ihr nun Feedback.

"Ich habe mich mit jedem Detail beschäftigt, das manipuliert werden könnte... Und wenn er [Thomas Markle] es durchsickern lässt, dann ist das seine Sache, aber zumindest wird die Welt die Wahrheit erfahren. Worte, die ich niemals öffentlich aussprechen könnte."

Wie wird das Gericht urteilen?

Als hätte Herzogin Meghans es geahnt, wurden Ausschnitte ihres Briefes von der britischen "Mail on Sunday" veröffentlicht. Dagegen hat die Herzogin geklagt – und gewonnen. Doch diese Entscheidung fechtet der Verlag Associated Newspapers an. Bei einer neuen Anhörung am 10. November warf dessen Anwalt Andrew Caldecott der Herzogin vor, den Brief mit dem Wissen verfasst zu haben, dass dieser höchstwahrscheinlich an die Öffentlichkeit gelangen wird. Dass das so war, belegen nun die neuen E-Mails der Herzogin. Bisher hat das Gericht sich noch nicht zu dem weiteren Verfahren geäußert.

Verwendete Quellen: telegraph.co.uk, The Washington Post, dailymail.co.uk

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