Herzinfarkt: Diese vier Werte solltest du kennen, um das Risiko zu senken

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Noch immer sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland die häufigste Todesursache. Und das, obwohl sie sich vermeiden lassen, wenn Risikofaktoren früh erkannt und behandelt werden. Wer einem Herzinfarkt vorbeugen will, sollte schon ab 40 Jahren vier Werte regelmäßig kontrollieren, wie „FOCUS Online“ berichtet.

Laut dem Kardiologen Ulf Landmesser, Leiter der Klinik für Kardiologie an der Berliner Charité, benötigt ein gesundes Herz gesunde Gefäße, in denen das Blut ungehindert fließen und die Organe versorgen kann. Andernfalls kann die Folge im schlimmsten Fall der Tod sein. Problematisch ist aber, dass sich viele Herz-Kreislauf-Erkrankungen eher schleichend und über eine lange Zeit hinweg entwickeln.

Mit Kontrollen einiger Werte könnt ihr erkennen, ob bei euch selbst ein Herzinfarkt-Risiko besteht und euch behandeln lassen. Landmesser empfiehlt, ab 40 Jahren mit regelmäßigen Untersuchen der folgenden Werte zu beginnen:

  • Ist der Blutdruck höher als 140 sprechen Ärztinnen und Ärzte von Bluthochdruck. Das sollte so schnell wie möglich behandelt werden, um langfristige Schäden für das Herz-Kreislauf-System zu vermeiden. (Optimaler Wert: unter 140 zu unter 90)

  • Atherogene Lipoproteine: Vor allem das LDL-Cholesterin sollte idealerweise bei einem Wert von 100 Milligramm pro Deziliter Blut gehalten werden. Liegt bereits eine Herzerkrankung vor, sollte dieser Wert sogar unter 55 Milligramm liegen. Leicht erhöhte Werte können oft schon mit gesunder Ernährung beeinflusst werden: Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und Fisch tragen zur Herzgesundheit bei.

  • Ihr solltet eure Familiengeschichte kennen, um genetische Faktoren festzustellen: Gibt oder gab es Familienmitglieder, die einen Schlaganfall oder Herzinfarkt erlitten haben? Womöglich ist in diesem Fall auch euer Risiko erhöht.

  • Diabetes schädigt langfristig die Blutgefäße. Checkt regelmäßig eure Blutzuckerwerte, um Prädiabetes oder Diabetes auszuschließen. Der Nüchternblutzucker sollte unter 100 Milligramm pro Deziliter Blut liegen.

Auch anhaltende Entzündungen erhöhen das Risiko für einen Herzinfarkt, können aber meistens erfolgreich mit Entzündungshemmern behandelt werden. Gerade bei Menschen mit chronisch-entzündlichen Krankheiten ist es daher wichtig, die Gefahren frühzeitig zu behandeln.

Landmesser findet darüber hinaus Plaque-Bildgebung sinnvoll, um in Verdachtsfällen zu checken, ob die Herzgefäße bereits beschädigt sind und ob sich gefährlicher Plaque gebildet hat. Ab 50 Jahren werden derartige Untersuchungen noch wichtiger und sollten auch einen Herzultraschall beinhalten.

Landmessers Zukunftsvision lautet: „Risikofaktoren behandeln, bevor sie zu Komplikationen führen“. Er fordert, dass die Medizin sich künftig viel mehr auf die Prävention konzentriert und nicht erst bei der Krankheitsbehandlung einsteigt. Denn durch Vorsorge können bereits viele Erkrankungen verhindert werden.

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