Mit dem Herzen sehen: Steph sucht ihr Brautkleid – und ist blind

Kelsey Borresen

Steph Agnew möchte im November heiraten. Doch aufgrund einer Augenkrankheit verlor die junge Braut in den letzten dreizehn Jahren einen
Großteil ihrer Sehkraft. Jetzt stürzt sie sich in ihre Hochzeitsvorbereitungen
- ohne dabei ihr Kleid, ihre Blumen, den Ort ihrer Feier, oder sogar ihren Bräutigam wirklich sehen zu können.

Steph Agnew ertastet ein Brautkleid. Ihre Freundin und BrautjungferJess, deren Umrisse im Vordergrund erkennbar sind, beobachtet ihreFreundin und assistiert ihr bei der Auswahl.

Gemeinsam mit ihrem Verlobten Rob Campbell lebt Agnew im Süden der australischen Stadt Melbourne. Als sie neunzehn Jahre alt war, teilten ihr die Ärzte mit, dass sie an einer Stäbchen-Zäpfchen- Dystropie leide, einer unheilbaren Netzhautkrankheit, die zur schrittweisen Erblindung führt.
Ohne ihre Gehhilfe und die Unterstützung eines Blindenhundes könnte sich Agnew heute in der Öffentlichkeit kaum mehr alleine bewegen.

Eine Nahaufnahme von Agnew, die ihre rechte Hand auf ihreGehhilfe gelegt hat. Mit ihrer linken Hand hält sie den Griff, einVerlobungsring ist deutlich am Ringfinger zu erkennen.

„Mein Sehvermögen ist stark eingeschränkt,“ erklärt sie der HuffPost. „Licht
und Dunkelheit kann ich zwar voneinander unterscheiden. Unter bestimmten Lichtverhältnissen kann ich manchmal auch noch Umrisse oder Schatten ausmachen. Generell ist aber doch alles sehr verschwommen.“

Agnew und ihr Verlobter Rob Campbell sitzen vor dem Hintergrundeines Sonnenunterganges auf ihrem Balkon. Sie sitzt auf seinem Schoß, erstreicht ihr mit der einen Hand die Haare aus dem Gesicht.

Ein Freund des Brautpaares, der Fotograf James Day, wird Agnew und ihren Verlobten nicht nur an ihrem Hochzeitstag fotografieren, sondern begleitet das Paar auch während der Zeit vor der Trauung (worüber ihr auf seinem Blog mehr erfahren könnt). Als Agnew sich vor kurzem mit ihrer Mutter (die selbst an einer Stäbchen-Zäpfchen- Dystropie leidet), ihrem...

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