Herthas erneute Blamage in der Europa League

SID

Nächste Euro-Blamage für Hertha BSC: Der Tabellen-13. der Fußball-Bundesliga unterlag in der Europa League nach magerer Vorstellung beim ukrainischen Vertreter Sorja Lugansk mit 1:2 (0:1) und verliert bei einem Punkt aus drei Spielen das Weiterkommen immer mehr aus den Augen.
Der Brasilianer Silas (42.) und Alexander Swatok (79.) trafen für die Gastgeber. Zwischenzeitlich hatte Davie Selke (57.) bei seinem Startelf-Debüt für die Berliner den Ausgleich erzielt.
Hertha begann engagiert. Mitchell Weiser (7.) hatte die frühe Führung auf dem Fuß, scheiterte jedoch aus kurzer Distanz. Im weiteren Verlauf fehlte vorne die Durchschlagskraft. Auch Selke tat sich nach langer Verletzung schwer. Seine Auswechselung stand schon fest, ehe er zum Ausgleich traf. Für Selke kam Vedad Ibisevic, der erneut Gelb sah und im nächsten Spiel fehlt.
Lugansk, Siebter der ukrainischen Liga, erarbeitete sich mit starkem Zweikampfverhalten und ansehnlichem Direktspiel mehr und mehr Spielanteile. In der 39. Minute ließ der Brasilianer Iury Fabian Lustenberger am Fünf-Meter-Raum schlecht aussehen, spitzelte den Ball knapp am Pfosten vorbei.
Kurz darauf hieß es 1:0. Iurys Landsmann Silas wuchtete den Ball per Freistoß aus 20 Metern durch die Mauer ins Tor. Zwei Minuten später hatte Hertha Glück, dass es nach einer Attacke von Peter Pekarik gegen Maxim Lunow keinen Strafstoß für die Gastgeber gab.
In der Schlussphase wurden die Berliner wieder etwas stärker. Ibisevic vergab die Führung in der 76. Minute. Dardai hatte in Salomon Kalou für Alexander Esswein einen weiteren Stürmer gebracht, doch große Vorteile konnten sich die Berliner nicht herausspielen.
Fünf Tage nach dem 0:2 in der Liga gegen Schalke hatte Trainer Pal Dardai auf fünf Positionen umgestellt. Überraschend blieb Ibisevic zunächst draußen. Im defensiven Mittelfeld kam das erst 18 Jahre alte Top-Talent Arne Maier zu seinem ersten Profi-Debüt für die Hertha, konnte aber keine Akzente setzen.
Einen echten Heimvorteil hatten die Ukrainer nicht. Wegen der anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen in der ostukrainischen Heimat wurde die Partie im EM-Stadion von Lwiw (Lemberg) ausgetragen, über 1300 Kilometer von zu Hause entfernt.