Hertha-Torhüter: Rune Jarstein: "Das war der Wahnsinn"

Für Herthas Stammtorwart Rune Jarstein wird die WM-Teilnahme in Russland ein Traum bleiben

Berlin/Stuttgart.  Es war einerseits eine schöne Reise in die Heimat für Rune Jarstein (32). Am Freitag siegte Herthas Stammtorwart mit der norwegischen Nationalelf 2:0 gegen Aserbaidschan. Andererseits bedeutete der zeitgleiche 3:0-Sieg von Nordirland gegen San Marino, dass für Norwegen die WM 2018 unerreichbar bleibt. Jarsteins Elf liegt in der Gruppe C als Vierter mit neun Punkten und einem zu 14 Treffern schlechteren Torverhältnis hinter dem Zweiten Nordirland zurück. Am Montag geht es in Stuttgart gegen Deutschland (20.45 Uhr/RTL). Ein Gespräch über bessere Zeiten im norwegischen Fußball und einen besonderen Song für ihn.

Herr Jarstein, sind Sie ein Träumer?

Rune Jarstein: Ich glaube nicht, wieso?

Sie spielen immer noch für die norwegische Nationalmannschaft, obwohl das irgendwie aussichtslos wirkt. Norwegen hat sich vor fast 20 Jahren zum letzten Mal für eine WM qualifiziert.

Das stimmt . Ich spiele seit zwölf Jahren für Norwegen. Und obwohl das bisher nicht gelungen ist, träume ich immer noch von einer Turnierteilnahme.

Für die WM 2018 sieht es aber schlecht aus.

Diese WM können wir vergessen. Da haben wir keine Chance mehr. Unser Ziel ist jetzt die EM 2020. Das ist mein Traum. Vielleicht ist das meine letzte Chance, noch ein Turnier zu erleben.

Wenn man wie Sie zur Nationalelf fährt und weiß, dass es doch nicht für die WM reicht, wie motiviert man sich da?

Das ist kein Problem. Wir haben mit Lars Lagerbäck einen neuen, guten Trainer. Wir wollen mit ihm jetzt den Grundstein für die EM legen. Das...

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