Hertha steckt sich hohe Ziele im Jubiläumsjahr

Hertha BSC qualifizierte sich als Tabellensechster für die Gruppenphase der Europa League

von Andreas Ziepa

Hertha BSC hat sich für die Jubiläumssaison ehrgeizige Ziele gesteckt.

"Wenn wir wiederholen können, was wir letzte Saison erreicht haben, wäre das ziemlich gut", sagte Aufsichtsratsboss Bernd Schiphorst zu Beginn der Festwoche anlässlich des 125. Geburtstag des Hauptstadtklubs zu SPORT1.

Das Team von Trainer Pal Dardai qualifizierte sich als Tabellensechster in der vergangenen Saison für die UEFA Europa League (LIVE im TV auf SPORT1). Ein ähnlich gutes Abschneiden in der kommenden Saison wird laut Schiphorst aber nicht einfach. "Die Konkurrenz hat nicht geschlafen und auch aufgerüstet", sagte der 74-Jährige.

Auch Coach Dardai hat sich für das Jubiläumsjahr einiges vorgenommen. "Ich wünsche ich uns allen, dass wir in diesem Jahr ins Pokalfinale kommen", sagte der Ungar bei den Geburtstagsfeierlichkeiten im Roten Rathaus.

Einblick in bewegte Geschichte

Unter dem Motto "Hauptstadt-Fußball: 125 Jahre Hertha BSC und die Lokalrivalen" zeigt das Berliner Stadtmuseum die bewegte Geschichte der "Alten Dame" und präsentiert neben den größten Erfolgen, den beiden deutschen Meisterschaften 1930 und 1931, auch dunkle Kapitel wie die Verwicklungen in den Bundesliga-Skandal 1971 und den Absturz in die Drittklassigkeit 1986.


"Herthas Geschichte ist reif fürs Museum, aber Hertha ist noch nicht museumsreif", sagte Schiphorst.

Testspiel gegen Liverpool als Höhepunkt

Ein eigener Teil der insgesamt elf Ausstellungsräume ist dem früheren Torjäger Erich Beer gewidmet. "Ich bin stolz, dass ich einen bleibenden Eindruck bei Hertha hinterlassen habe", sagte Beer zu SPORT1.

In der Hauptstadt ist das Jubiläum der Hertha omnipräsent. Seit Montag fährt eine S-Bahn mit Sonderlackierung durch die Stadt. Auch die "Plumpe" erstrahlt wieder in blau und weiß. In einem Treppenaufgang am Berliner S-Bahnhof Gesundbrunnen, unweit der einstigen Heimat, in der der Klub in den Goldenen Zwanziger Jahren erstmals der Durchbruch im deutschen Fußball gelang, prangt seit kurzem auf zwei Wänden ein übergroßes Graffiti.

Höhepunkt der Hertha-Festwoche ist am Samstag das Gastspiel von des von Jürgen Klopp trainierten FC Liverpool im Olympiastadion.