Hertha BSC: Salomon Kalou: "Wir müssen uns gegenseitig helfen"

Sich die Meinung zu sagen, ist auch mal wichitg, wie Rune Jarstein und Salomon Kalou (r.) finden

Bad Saarow.  Nach dem dritten Gegentor im Trainingsspiel reichte es Rune Jarstein. Energisch pflaumte der Torwart von Hertha BSC Salomon Kalou an. Der Stürmer solle nicht immer so leichtfertig die Bälle verlieren. Das sah Kalou aber anders. Im Handumdrehen entspann sich ein Disput. So heftig, dass Kapitän Vedad Ibisevic, der für die gegnerische Mannschaft spielte, dazwischen ging und beide auseinanderzog.

"Ein bisschen Action gehört dazu", sagte Trainer Pal Dardai. "Ich finde das gut, wenn man sich mal die Meinung sagt." Dem Trainer war wichtig, "dass die Jungs das intern geregelt haben."

Eine gute Stunde nach dem Disput saß Kalou im Teamquartier, frisch geduscht und entspannt. "Rune und ich, jeder von uns hatte seinen Standpunkt. Den haben wir uns deutlich gesagt." Von einem Trainingszoff wollte er nichts wissen. "Das ist doch kein Streit. Wann sollen wir uns sagen, dass etwas falsch läuft, wenn nicht im Training. Das gehört dazu."

Jarstein (32) und Kalou (31) gelten nicht als hitzköpfig. Aber diese Diskussion existiert so lange wie Fußball gespielt wird. Kalou, gelernter Stürmer, ist auf Tore aus. Er sagt, dass man nicht immer nur Sicherheitspässe hintenrum spielen kann. "Manchmal gibt es einen Raum, wenn der Pass dorthin kommt, haben wir eine Riesenchance."

Wortgefecht auf dem Platz, Arm im Arm an der Eistonne

Jarstein, Hertha-Torwart mit 45 Länderspielen, versteht es als seine erste Aufgabe, Tore zu verhindern. Und ist genervt, wenn der Risikopass Kalous zu Ballverlust und Gegentor führt. ...

Lesen Sie hier weiter!