Herrmann schießt sechs Fahrkarten und zittert

Denise Herrmann präsentierte sich am Schießstand schwach

Biathlon-Umsteigerin Denise Herrmann muss nach einer desaströsen Leistung am Schießstand möglicherweise doch wieder um eine Weltcup-Nominierung zittern. Im zweitklassigen IBU-Cup belegte die ehemalige Skilangläuferin im Sprint am Donnerstag über 7,5 km nur den 44. Platz - nachdem sie stehend alle fünf und insgesamt sechs Scheiben verfehlt hatte. Beste Deutsche war als Neunte Nadine Horchler, die im Januar in Antholz ihren ersten Weltcup-Sieg gefeiert hatte.

Nach den Wettkämpfen in Sjusjoen, am Samstag stehen erneut Sprintrennen und am Sonntag Mixed-Staffeln an, werden die restlichen Tickets für die Einzelrennen beim Weltcup-Auftakt in der kommenden Woche in Östersund/Schweden vergeben. Durch den Ausfall der siebenmaligen Weltmeisterin Laura Dahlmeier sucht Frauen-Bundestrainer Gerald Hönig noch zwei DSV-Athletinnen. Bei den Männern dürfen sich ebenfalls zwei Athleten Hoffnungen machen, am Donnerstag empfahl sich vor allem Johannes Kühn mit einem zweiten Platz.

Ein solches Resultat hatte Hönig auch Herrmann zugetraut. "Sie ist im Biathlon angekommen. Sie hat sehr gutes Laufpotenzial, ihr Material im Frühjahr angepasst und jetzt mit viel Fleiß auch in der Schießtechnik einen Sprung gemacht", lobte er auf sportschau.de. Herrmann hatte im Sommer bei den Deutschen Meisterschaften in Sprint, Verfolgung und Massenstart triumphiert. Am vergangenen Wochenende gewann sie zudem einen hochkarätig besetzten Testwettkampf in Sjusjoen.