Hermsdorf: Microschwein Rosi nicht mehr allein zu Haus

Thema: Mikro-Schweine (Foto: Janine Richter)

Plötzlich lag das Mi­croschwein Paul mit Schaum vorm Mund im Beet und konnte nicht mehr aufstehen. Der Eber atmete schwer. Ulrike Kersjes hievte das 35 Kilogramm schwere Tier in die Schubkarre, balancierte zum Auto und raste los. Doch als die Hermsdorferin in der Düppeler Klinik für Klauentiere ankam und auf den Notarzt wartete, verstarb er. Zurück zu Hause hatte sich Rosi bereits im Vorgarten übergeben und taumelte. "Dieser Tag im März war wirklich der Horror", erinnert sich Kersjes.

Auch die Schweinedame wickelte sie in eine Decke, packte sie ins Auto und rief erneut panisch beim Notarzt an. Dieser war glücklicherweise gleich zur Stelle, verabreichte eine Kochsalzlösung und gab dem Tier Aktivkohle. Rosi ging es nach drei Stunden besser – zumindest körperlich. "Ich bin mir sicher, dass sie um Paul trauert. Sie wirkt bekümmert, weil sie sich nicht von ihm verabschieden konnte", sagt Kersjes. Den Eber musste sie damals beim Tierarzt zurücklassen.

Wurden die beliebten Schweinchen vergiftet?

Paul und Rosi waren seit zweieinhalb Jahren das Vorzeigepaar von Hermsdorf. Viele Reinickendorfer Eltern besuchten mit ihren Kindern die Microschweine regelmäßig am Gartenzaun an der Kurfürstenstraße. Vor allem im vergangenen Herbst waren sie beliebter Anziehungspunkt, da sie vierfachen Nachwuchs hatten. Doch beide erlitten eine akute Vergiftung. Die Besitzerin weiß nicht, ob es Giftköder waren oder doch der giftige Japanische Spindelstrauch im Garten. "Ich habe sie wie jeden Tag herausgelassen...

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