Heribert Bruchhagen kritisiert Karl-Heinz Rumenigge und Uli Hoeneß

HSV-Boss Bruchhagen übt Kritik am Vorstand des FC Bayern angesichts dessen Umgang mit Carlo Ancelotti und stellt eine Vermutung auf.

Heribert Bruchhagen hat sich kritisch zu den jüngsten Vorkommnissen beim FC Bayern geäußert. Der Vorstandsvorsitzende des Hamburger SV versteht den Umgang mit Carlo Ancelotti nicht und vermutet, dass Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß eine Person besonders fehlt.

"Es muss doch Kriterien gegeben haben, weshalb man den Welttrainer Ancelotti mit einer ganz großen Lebensleistung nach München geholt hat. Jetzt sind all diese Argumente wie weggeblasen", sagte Bruchhagen bei Wontorra - der Fußball-Talk : "Das erschließt sich mir nicht so ganz. Ich halte diese Entscheidung für vorschnell und verfrüht. Aber ich habe nicht das Recht, dem FC Bayern Ratschläge zu erteilen."

Außerdem äußerte sich der 69-Jährige zu Präsident Hoeneß und Vorstandschef Rummenigge. Bruchhagen geht davon aus, dass die Bayern vor allem der Abgang von Karl Hopfner schmerzt, der viele Jahre lang als Chef über die Finanzen so etwas wie der Schöpfer des FC-Bayern-Wirtschaftswunders war.

"Ich denke, dass das Fehlen von Karl Hopfner eine ganz entscheidende Rolle spielt", so Bruchhagen: "Er war das Mastermind im Hintergrund, das auch reglementierend auf Kalle und Uli eingeredet hat. Jetzt ist Karl weg und der Vorstand hat sich auf fünf Personen erweitert. Karl-Heinz hat sehr stark die Internationalisierung des Vereins vorangetrieben. Uli ist mit Kraft in seine alte Position zurückgekommen. Das führt zu Reibungen."

Derweil ist Bruchhagen der Meinung, dass Thomas Tuchel ein sehr guter Nachfolger für Ancelotti wäre: "Tuchel ist sicher eigen. Aber wenn doch unisono die Meinung vorherrscht, dass er hohe Kompetenz hat, dann ist das doch das turmhohe Argument, weshalb ich einen Trainer verpflichte."