Hens zu WM-Aussichten: "Kirche im Dorf lassen"

Der frühere Nationalspieler Pascal Hens hat vor einer zu großen Erwartungshaltung an die deutsche Mannschaft bei der laufenden Handball-WM gewarnt. "Im Team spielen viele junge Kerle, da sollte man die Kirche im Dorf lassen und nicht zu viel Druck auf sie ausüben", sagte der Weltmeister von 2007 im Sky-Interview.

Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, "dass es besser ist, wenn man die Ziele für sich definiert und sich nach außen hin zurückhält", meint der Sky-Experte, "wir haben es in den letzten Jahren leider nicht geschafft, ganz oben anzugreifen."

Auch diesmal sei es dafür noch zu früh. "An die absoluten Top-Nationen kommen wir aktuell nicht ran", so Hens. Um Mannschaften wie Dänemark, Schweden oder Frankreich schlagen zu können, müsse "alles zusammenpassen. Ich wünsche den Jungs das, was in den vergangenen Jahren häufig gefehlt hat: das Quäntchen Glück und etwas Abgezocktheit, um ein entscheidendes Spiel zu gewinnen."

Viel verspricht sich der 42-Jährige von Kapitän Johannes Golla. "Seine Entwicklung ist phänomenal", sagte Hens: "Er ist - positiv gemeint - ein richtiger Koffer, der Handball arbeitet, aber auch spielerisch sehr viel dazugelernt hat. Er hat ein gutes Standing in der Mannschaft und seine Mitspieler blicken zu ihm auf."