Hendricks ruft auf Klimakonferenz zu Einigkeit im Kampf gegen Erderwärmung auf

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Bundesumweltministerin Hendricks bei der Klimakonferenz

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat die internationale Gemeinschaft zur Einigkeit im Kampf gegen die Erderwärmung aufgerufen. "Das Pariser Abkommen ist unumkehrbar", hob Hendricks in ihrer Begrüßungsansprache am Montag zu Beginn der UN-Klimakonferenz in Bonn hervor. Jetzt gehe es darum, "den Worten Taten folgen zu lassen".

Alle Länder müssten im Kampf gegen die Erderwärmung "ihre Anstrengungen verstärken" und "ihren Ehrgeiz steigern", forderte Hendricks weiter. Die mit dem Klimawandel verbundenen Bedrohungen gerade für Inselstaaten wie Fidschi erlaubten kein Abweichen von diesem Weg "und wir haben nicht mehr viel Zeit".

Dabei ging Hendricks auf die auch in Deutschland heftig geführten Debatten über den Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energien ein. Dieser Ausstieg sei "überall auf der Welt schwierig", räumte die Umweltministerin ein, "ich weiß sehr genau, wie schwierig das ist". Gleichwohl "müssen wir damit fortfahren, denn sonst wird unser Planet sich weiter erwärmen".

Ohne auf das Abrücken der USA von Pariser Klimaschutzabkommen direkt einzugehen, forderte Hendricks: "Wir müssen geeint bleiben". Weiter sagte sie mit Blick auf Klimaskeptiker vor allem in den USA: "Der Klimawandel ist wissenschaftlich bewiesen." Er bedrohe "die Lebensgrundlagen von uns allen", betonte sie.

Hendricks bekannte sich auch zu der Verpflichtung, ärmere Länder bei der Bewältigung von Klimafolgen zu unterstützen. Deutschland will dafür zusätzliche 50 Millionen Euro für den internationalen Anpassungsfonds zur Verfügung stellen. Noch einmal 50 Millionen Euro sollen zudem in einen weiteren Fonds zur Unterstützung besonders armer Länder fließen.

Die Klimakonferenz wurde am Vormittag in Bonn eröffnet. Bis zum 17. November verhandeln die Vertreter von mehr als 190 Staaten in Bonn über die konkrete Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Die Fidschi-Inseln sind das Gastgeberland der Konferenz. Da die Pazifikinseln die bis zu 25.000 Teilnehmer aber nicht beherbergen können, findet das Treffen in Bonn statt, dem Sitz des UN-Klimasekretariats.