Zu hellhäutig? Kritik an Musical-Verfilmung "In the Heights"

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Wurden in "In the Heights" mit Anthony Ramos und Melissa Barrera zu wenige Afro-Latinos besetzt? Im Internet kam Kritik an der Musical-Verfilmung auf. (Bild: Warner Bros.)
Wurden in "In the Heights" mit Anthony Ramos und Melissa Barrera zu wenige Afro-Latinos besetzt? Im Internet kam Kritik an der Musical-Verfilmung auf. (Bild: Warner Bros.)

Werden in der Musical-Verfilmung "In the Heights" zu wenige dunkelhäutige Latinos repräsentiert? Dieser Vorwurf kam nach dem US-Kinostart auf. Die Verantwortlichen nehmen Stellung.

Eigentlich wollte "In the Heights" doch als überfälliges Korrektiv gegen die Unterrepräsentation von Latinos in Hollywood agieren und warb sogar mit dieser Absicht. Doch nun wird die Verfilmung des Tony-prämierten Musicals genau in diesem Bereich kritisiert. Nach dem Kinostart des Films, der im New Yorker Stadtteil Washington Heights spielt, brachen Online-Diskussionen darüber los, ob das Drama die Afro-Latino-Nachbarschaft im gezeigten Viertel angemessen repräsentiere. Auch Produzent Lin-Manuel Miranda, welcher das Original-Musical schrieb, äußerte sich zur Debatte.

Am Sonntag ging ein Video vom Online-Magazin "The Root" viral, in dem Moderatorin und Produzentin Felice León "In the Heights"-Regisseur Jon M. Chu und die Schauspieler Melissa Barrera, Leslie Grace und Gregory Diaz IV mit den Besetzungsentscheidungen konfrontierte: "Was würden Sie Leuten sagen, die sagen, dass 'In the Heights' weißhäutige und hellhäutige Latinos privilegiert?" Regisseur Chu räumte daraufhin ein, es sei "ein faires Gespräch". "Ich hoffe, das ermutigt mehr Menschen, mehr Geschichten zu erzählen, rauszugehen und es richtigzumachen", führte er weiter aus.

"So oft werden wir auf eine bestimmte Weise auf die Leinwand gebracht"

Bei Leslie Grace handelt es sich um die einzige Afro-Latina unter den Hauptdarstellern. "Bevor ich diesen Film drehte, war mir nicht klar, dass ich mich selbst oder Leute, die wie meine Geschwister aussehen und die dunkler sind als ich, auf der Leinwand nicht wirklich zu sehen bekam", erklärte Grace. "So oft werden wir auf eine bestimmte Weise auf die Leinwand gebracht, und da wir so wenig Möglichkeiten haben, möchte jeder diese eine Geschichte geltend machen, weil sie alles ist, was wir haben."

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Am Montag-Nachmittag äußerte sich auch Lin-Manuel Miranda zur Kritik. "Ich höre, dass sich die Arbeit ohne ausreichende dunkelhäutige Afro-Latino-Repräsentanz anfühlt, als würde sie die Gemeinschaft, die wir so gerne mit Stolz und Freude repräsentieren wollten, ausklammern", so der Musical-Autor auf Twitter. "Ich lerne aus dem Feedback, ich danke Ihnen, dass Sie es ansprechen, und ich höre zu."

Ab 22. Juli soll "In the Heights" auch in deutschen Kinos zu sehen sein.

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