Held von Trèbes: Was wir über den Polizisten wissen, der für die Geiseln starb

Susanne Klaiber
* Frankreich feiert den Polizisten, der bei einer Geiselnahme sein Leben verloren hat
  • Frankreich feiert den Polizisten, der bei einer Geiselnahme sein Leben verloren hat
  • Spitzenpolitiker nennen ihn einen Helden 

Ein Attentäter schießt auf einen Autofahrer, tötet den Beifahrer, raubt das Auto. Schießt auf fußballspielende Polizisten. Stürmt später in einen Supermarkt, erschießt dort zwei Menschen und nimmt Geiseln.

Ein Mann begibt sich im Austausch für eine oder mehrere Geiseln in die Gewalt des Angreifers. Wird, warum auch immer, selbst in den Hals geschossen und stirbt Stunden später.

So geschehen in Südfrankreich am gestrigen Freitag. Der Mann, der sein Leben für das anderer eintauschte, war Oberstleutnant Arnaud Beltrame. 

Wer war der Mann, der sich sich für Geiseln austauschen ließ?

Frankreich gedenkt nun Beltrame. Und fragt sich, wer dieser Mann eigentlich war. 

► Beltrame war 45 Jahre alt, verheiratet und hatte keine Kinder.

► Er hatte die Militärakademie Saint-Cyr in Coëtquidan in der Bretagne absolviert und 1999 die renommierte Ausbildungsstätte als Jahresbester verlassen.

► Im Jahr 2003 wurde er in die GSIGN aufgenommen, eine Spezialeinheit der Gendarmerie mit dem Einsatzschwerpunkt der Terrorismusbekämpfung.

► Zwei Jahre später wurde er zum Einsatz in den Irak geschickt. Für seine Verdienste erhielt er 2005 das militärische Verdienstkreuz.

Nach weiteren Karrieresprüngen wurde er 2017 stellvertretender Kommandeur der Gendarmerie in Aude. 

► Beltrame hatte laut der Tageszeitung “La Dépêche du Midi” am 14. Dezember 2017 zusammen mit der Präfektur und der lokalen Feuerwehr in Carcassonne eine Anti-Terrorübung organisiert: Dabei wurde ein Angriff auf einen Supermarkt simuliert.

Der Held

► Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sagte, Beltrame sei ein Soldat, der niemals aufgab, der Mut und einzigartige Kaltblütigkeit zeigte: “Er ist als Held gefallen.” 

“Gestorben für das Vaterland”, schrieb Innenminister Gérard Collomb auf seinem Twitter-Account in...

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