Heizölabsatz in Deutschland steigt leicht

dpa-AFX

BERLIN/HAMBURG (dpa-AFX) - Die Besitzer von Ölheizungen in Deutschland haben in diesem Jahr etwas mehr Brennstoff gekauft. Der Absatz von Heizöl stieg nach vorläufigen Zahlen um 2,1 Prozent auf 16,1 Millionen Tonnen, teilten der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) und das Institut für Wärme und Oeltechnik (IWO) am Mittwoch in Berlin und Hamburg mit. Generell ist der Verkauf von Heizöl eher rückläufig; vor zehn Jahren lag der Absatz noch bei 24 Millionen Tonnen im Jahr. Das liegt an modernen Ölheizungen, die weniger verbrauchen, und an der starken Konkurrenz von Gasheizungen und Fernwärme, die bei Neubauten oft den Vorzug vor Ölheizungen erhalten.

Der MWV führte das Absatzplus vor allem auf verstärkte Vorratskäufe zwischen Mai und Juli zurück, als der Preis für Heizöl durchweg unter dem Jahres-Durchschnittspreis von 60 Euro je 100 Liter (bei Abnahme von 3000 Litern, inklusive Mehrwertsteuer) lag. Die Hauseigentümer hätten aufmerksam die Niedrigpreisphase genutzt und sich gezielt eingedeckt. 2017 war Heizöl im Schnitt acht Euro teurer als im Jahr zuvor.