Heineken steigert Gewinn im ersten Halbjahr auf 950 Millionen Euro

Alkoholfreies Bier von Heineken

Der niederländische Brauereikonzern Heineken hat im ersten Halbjahr mehr Bier verkauft und seinen Gewinn kräftig um 9,1 Prozent auf 950 Millionen Euro gesteigert. Der Umsatz kletterte von Januar bis Ende Juni um 4,2 Prozent auf 10,8 Milliarden Euro, wie Heineken am Montag mitteilte. Dennoch senkte der Konzern seine Prognose für das Gesamtjahr. Konzernchef Jean-François van Boxmeer nannte "negative Wechselkurseffekte und höhere Produktionskosten" als Grund.

Heineken senkte seine Prognose für die Marge, also den Anteil des Gewinns am Umsatz. Van Boxmeer erklärte, die Marge sei in diesem Jahr niedriger als im vergangenen, vor allem wegen der Lage in Brasilien. Heineken hatte dort den brasilianischen Getränke- und Bierhersteller Kirin gekauft.

Der niederländische Konzern, im 19. Jahrhundert gegründet und heute zweitgrößte Brauerei der Welt nach AB InBev, verkauft mehr als 250 Bier- und Cidremarken, darunter Heineken, Strongbow und Amstel. Neben Kirin kaufte das Unternehmen im vergangenen Jahr die kalifornische Brauerei Lagunitas und zusammen mit einem Investmentfonds den britischen Pub-Betreiber Punch Taverns.

Zweistellige Absatzsteigerungen verzeichnete Heineken im ersten Halbjahr etwa in Brasilien, Südafrika, Russland, Nigeria, Mexiko und mehreren europäischen Ländern. Auch die alkoholfreie Sorte Heineken 0.0 sei sehr erfolgreich, erklärte der Konzern am Montag.