Heineken entschuldigt sich für rassistische Werbung

Eine neue Werbung für Heineken-Light-Bier kommt nicht gut an. (Bild: ddp images)

Nachdem zuletzt die Modekette H&M für ihre Werbung mit einem dunkelhäutigen Kindermodel, das einen Pullover mit der Aufschrift “Coolest Monkey in the Jungle” trug, kritisiert wurde, muss sich nun Heineken für den Spruch “Sometimes lighter is better” rechtfertigen.

Vor kurzem veröffentlichte der Bierhersteller Heineken einen Werbespot, der das neue kalorienarme Bier vorstellen sollte. Die Reaktionen auf die Werbung fielen allerdings anders aus, als es sich das Marketing-Team wohl erhofft hatte.


Bemängelt wird, dass der Barkeeper das Bier an mehreren dunkelhäutigen Menschen vorbei rutschen lässt, damit es von einer hellhäutigen Frau getrunken werden kann. Dazu der mehrdeutige Slogan “Sometimes lighter is better”. Lighter hat im Englischen zwei Bedeutungen und kann nicht nur mit “leichter”, in Bezug auf die verminderten Kalorien, sondern auch mit “heller” übersetzt werden. “Manchmal ist heller/leichter besser”: Eine unglückliche Wortwahl, die im Zusammenhang mit dem Clip durchaus als rassistisch interpretiert werden kann.

Nicht nur Chance The Rapper twitterte seine Empörung.


“Ich denke, dass manche Firmen absichtlich rassistische Werbung rausbringen, damit sie öfter gesehen wird. Und dieser Sch*** ist rassistisch/fingiert, also sollte ich es wahrscheinlich nicht zusätzlich unterstützen, indem ich darüber etwas poste. Aber ich muss es einfach sagen. Die “Sometimes lighter is better”-Werbung von Heineken ist schrecklich rassistisch.”

Das Unternehmen hat indes auf die Kritik der Netzgemeinde reagiert und eine Entschuldigung veröffentlicht.


Darin heißt es, Heineken sei darauf aufmerksam gemacht worden, dass besagte Werbung als beleidigend aufgefasst werden könne. Dies sei keine Absicht gewesen. Der Slogan solle lediglich auf die verminderte Kalorienanzahl aufmerksam machen.

Und weiter: “Seit vielen Jahren hat Heineken ambitionierte Werbung gemacht, die unterschiedliche Ethnien, Nationalitäten und Geschlechter wiederspiegelt und zeigt, dass es mehr gibt, was uns vereint, als das, was uns trennt. Wir bedauern, dass die Werbung auf mehrere Arten ausgelegt werden kann. Das war nie unsere Intention und wir nehmen uns das Feedback zu Herzen, wenn wir zukünftige Kampagnen entwickeln.”

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