Heil weist Forderungen nach rascher Lockerung von Einschränkungen zurück

Heil lehnt Forderung nach raschem Ende von Sperren ab

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat Forderungen aus den Reihen der Union nach einer baldigen Lockerung der geltenden Einschränkungen und Kontaktsperren zurückgewiesen. Das erste Ziel sei jetzt, "für die Bürgerinnen und Bürger Gesundheit zu organisieren und die wirtschaftlichen und sozialen Folgen zu bearbeiten. Das ist die Reihenfolge an dieser Stelle", hob Heil am Mittwochabend in der ARD-Talksendung "Maischberger. Die Woche" hervor.

Hintergrund ist vor allem ein Vorstoß des CDU-Wirtschaftspolitikers Carsten Linnemann, der am Mittwoch in der "Bild"-Zeitung gefordert hatte, nach Ostern die Wirtschaft schrittweise wieder hochzufahren. Er hatte dabei auf die hohen Belastungen für viele Unternehmen verwiesen.

"Jetzt zu verkünden, das ist nach Ostern vorbei, das ist ein Wunsch", sagte dazu Heil. Linnemann sei lediglich ein Fachpolitiker, aber "wir dürfen jetzt nicht aus einer fachpolitischen Brille die ganze Welt ausleuchten", fügte der SPD-Politiker hinzu. Die Einschränkungen seien schließlich nicht "aus Jux und Tollerei" verordnet worden.

Heil verwies auf die Lage in Ländern wie Italien. Solche Bilder wolle er in Deutschland nicht haben. Daher seien Äußerungen wie die von Linnemann "nicht ok".