HeidelbergCement: Der ersehnte Befreiungsschlag

Maximilian Völkl
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HeidelbergCement: Der ersehnte Befreiungsschlag

Die Aktie von HeidelbergCement hinkt dem DAX in diesem Jahr bislang hinterher. Dank unerwartet starker Zahlen führt der Baustoffkonzern den deutschen Leitindex am Mittwoch aber deutlich an. Damit wächst die Zuversicht, dass Konzernchef Bernd Scheifele seine gesteckten Ziele doch noch erreichen kann.

Im dritten Quartal stieg das bereinigte EBITDA um fünf Prozent auf 1,06 Milliarden Euro – mehr als von den Analysten erwartet. Beim Umsatz stand ein Plus von zwei Prozent auf 4,6 Milliarden Euro zu Buche. Gut laufende Geschäfte in Europa und den USA sowie deutliche Verbesserungen in den Schwellenländern wie Marokko oder Indien sorgten für Schwung. Allerdings muss der Konzern auch weiter mit Problemen kämpfen: Der Brexit belastet, der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine drückt auf die Stimmung und in Indonesien bleibt der Wettbewerb sehr hart.

Für das laufende Jahr peilt HeidelbergCement nach wie vor sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis Zuwächse von fünf bis zehn Prozent an. Der bereinigte Jahresüberschuss soll sogar um mehr als zehn Prozent zulegen. Positiv wirkt sich dabei auch die Italcementi-Übernahme aus. Die Synergien aus dem Zusammenschluss belaufen sich nach neun Monaten bereits auf 254 Millionen Euro. Ursprünglich sollten 2017 insgesamt lediglich 175 Millionen Euro eingespart werden.

Starke Entwicklung

HeidelbergCement hat geliefert: Scheifele hatte sich zuletzt bereits zuversichtlich gezeigt, dass im zweiten Quartal die Trendwende gelingt. Die Italcementi-Übernahme und die verbesserten Aussichten in vielen Märkten sollten auch am Jahresende Schwung verleihen. Die Aktie ist mit einem 2018er-KGV von 13 günstig bewertet, auch charttechnisch sieht es wieder besser aus. Anleger bleiben an Bord.