Heidel: Transfermarkt nach Corona-Krise wie vorher

Sportinformationsdienst

Der langjährige Bundesliga-Manager Christian Heidel (56) glaubt nicht an eine dauerhafte Abkühlung des Transfermarkts infolge der Coronakrise.

"Sobald sich alles erholt hat, wird es eher normal laufen", sagte der frühere Sportvorstand des FSV Mainz 05 und von Schalke 04 den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Allenfalls "in diesem Sommer, vielleicht auch im Sommer 2021" erwarte er "deutlich weniger große Transfers – weil allen der Schock Corona noch in den Gliedern steckt."


Indes kommt ihm die Bundesliga in der Debatte um einen Restart während der Pandemie häufig zu schlecht weg.

"Der Profifußball wird oftmals sehr überspitzt, aber auch falsch dargestellt", sagte der 56-Jährige: "Der Fußball ist vielleicht die einzige Branche in Deutschland, die selbstständig, zusammen mit Experten, ein Konzept von A bis Z ausgearbeitet hat, damit sie nicht kaputt geht."


Die Art und Weise der Kritik etwa aus der Politik empfindet Heidel als teilweise unsachlich. So sei SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach beim Thema Corona und Fußball "leider fast immer populistisch. Die reichen Fußballer wollen eine Sonderrolle. Damit bekommt man Headlines. Das hat er sehr schnell verstanden."