Hecking: "Videoassistenten eine realistische Chance geben"

Der Gladbach-Trainer will, dass der Druck auf den Videoassistenten abnimmt. Allerdings fordert er auch Verbesserungen im Ablauf.

Trainer Dieter Hecking vom BundesligistenBorussia Mönchengladbach hat sich für einen reflektierteren Umgang mit dem Thema Videobeweis ausgesprochen. "Ich hoffe nach wie vor, dass die in Deutschland verantwortlichen Leute, aber auch die Fans, die Spieler, wir Trainer und die Medien dem Videoassistenten eine realistische Chance geben", sagte der 53-Jährige der Süddeutschen Zeitung: "Und das schaffen wir nicht, indem wir einen immer größeren Druck aufbauen."

Hecking hatte am Samstag nach dem 1:1 gegen den FSV Mainz 05 prognostiziert, dass der Videobeweis aufgrund der hitzigen Diskussionen "zur Winterpause eingestampft" werde. Er selbst sei weiter "ein klarer Befürworter", sagte er nun, und auch bei seinen Trainerkollegen habe er "noch keinen getroffen, der sagt: Ich will den Videobeweis nicht".

Einige Details an der Durchführung kritisierte Hecking allerdings. "Es kann nicht sein, dass wir bis zu drei Minuten warten müssen, ehe eine Entscheidung fällt", sagte der Trainer des Tabellenachten weiter. Zudem "war es zunächst mal ein Fehler, schon am fünften Spieltag eine Veränderung vorzunehmen". 

Damals hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die neue Richtung vorgegeben, dass der Videoassistent nicht nur bei klaren Fehlentscheidungen des Schiedsrichters, sondern auch bei streitbaren Situationen zum Einsatz kommen könne. "Was aber gegenüber den Vereinen nicht klar kommuniziert wurde", monierte Hecking.