HBL-Star in Kokaindeal verwickelt

Die Staatsanwaltschaft Hamburg ermittelt gegen Aleksandar Svitlica vom Handball-Bundesligisten GWD Minden. Dies berichten das Mindener Tagblatt und das Westfalen-Blatt.

Dem 35-jährigen Montenegriner wird demnach "Beihilfe zum Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Mengen" vorgeworfen. 

Einer von sieben Verdächtigen

Wie das Westfalen-Blatt weiter berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft nach Aussage von Oberstaatsanwalt Carsten Rinio gegen insgesamt sieben Verdächtige. Einige sollen größere Mengen Kokain von Südamerika nach Deutschland gebracht haben.

Der Vorwurf an Svitlica lautet konkret für sie als Dolmetscher tätig gewesen zu sein, Flüge für Tatverdächtige gebucht und ihnen einen fünfstelligen Geldbetrag zur Verfügung gestellt zu haben.

Ein Tag in Untersuchungshaft

Bereits im November war Svitlica für einen Tag in Untersuchungshaft, wurde nach seiner Aussage schon am nächsten Tag aber wieder freigelassen.

Holger Posteck, einer von Svitlicas Rechtsanwälten, sagte dem Mindener Tagblatt, dass es "keinesfalls feststehe, dass eine Beihilfe vorliegt" und dass die Staatsanwaltschaft bisher keine Beweise für die Vorwürfe präsentiert habe.

"Wir erwarten, dass der Spieler vollumfänglich mit den Ermittlungsbehörden kooperiert. Im laufenden Ermittlungsverfahren gilt die Unschuldsvermutung. Sollten sich wesentliche neue Erkenntnisse ergeben, werden wir den Vorgang neu bewerten", heißt es in einer Pressemitteilung der GWD Minden zu den Vorfällen um Svitlica, der seit 2011 bei dem Klub unter Vertrag steht.