Hausdurchsuchung nach Anschlag auf Londoner U-Bahn

Im Zusammenhang mit dem Bombenanschlag in der Londoner U-Bahn hat die Polizei am Samstag ein Wohnhaus in der Nähe der britischen Hauptstadt durchsucht

Im Zusammenhang mit dem Bombenanschlag in der Londoner U-Bahn hat die Polizei am Samstag ein Wohnhaus in der Nähe der britischen Hauptstadt durchsucht. Das Haus in Sunbury in der südenglischen Grafschaft Surrey sei evakuiert worden und werde derzeit durchsucht, teilte die Polizei mit. Der Ort liegt etwa 40 Autominuten von London entfernt.

Zuvor hatte die Polizei in der Hafenstadt Dover einen 18-jährigen Terrorverdächtigen festgenommen und erklärt, die Festnahme werde "zu mehr Aktivitäten unserer Beamten führen".

In einer U-Bahn an der Londoner Haltestelle Parsons Green war am Freitag im morgendlichen Berufsverkehr ein selbst gebauter Sprengsatz detoniert. Augenzeugen berichteten von einem großen "Feuerball". 30 Menschen wurden durch die Explosion und das in der Folge entstandene Gedränge verletzt. Drei von ihnen befanden sich am Samstag noch im Krankenhaus.

Zu dem Anschlag in der U-Bahn bekannte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Chefermittler Mark Rowley hob jedoch hervor, die Ermittlungen würden ergebnisoffen geführt.

In Großbritannien haben Islamisten seit März bereits vier Anschläge verübt, bei denen insgesamt 35 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt wurden. Drei Anschläge ereigneten sich in London, der vierte und schwerste in Manchester. Dort riss ein Selbstmordattentäter nach einem Pop-Konzert der US-Sängerin Ariana Grande im Mai 22 Menschen mit in den Tod. Zu den Anschlägen bekannte sich der IS.