Hauptverdächtiger für Anschlag auf palästinensischen Ministerpräsidenten getötet

Hamas-Sicherheitskräfte bei Festnahme getötet

Mehrere Tage nach dem versuchten Anschlag auf den palästinensischen Ministerpräsidenten Rami Hamdallah haben Sicherheitskräfte der Hamas den Hauptverdächtigen festgenommen und tödlich verletzt. Der Mann sei kurz nach dem Zugriff am Donnerstag im Ort Nuseirat im Gazastreifen seinen Verletzungen erlegen, teilte die radikalislamische Organisation mit. Bei dem Einsatz wurden auch zwei Sicherheitskräfte getötet, wie der hochrangige Hamas-Vertreter Salah al-Bardawil bekannt gab.

Die getöteten Sicherheitskräfte sah auch ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP in einem Krankenhaus. Zudem bestätigte ein hochrangiger Polizist die beiden Toten.

Bei dem Einsatz seien außerdem zwei Komplizen des mutmaßlichen Hauptverdächtigen festgenommen worden, teilte al-Bardawil mit. Wie das Innenministerium des Gazastreifens erklärte, erlag einer der beiden Komplizen wenig später seinen Verletzungen.

Zuvor hatten sich Hamas-Einheiten eine Verfolgungsjagd mit den Verdächtigen geliefert. Neue Kontrollposten wurden im Gazastreifen errichtet, bewaffnete Einheiten durchsuchten Autos, berichtete ein AFP-Reporter.

Bei dem Anschlag auf den Autokonvoi von Hamdallah im Gazastreifen waren am 13. März sechs Menschen leicht verletzt worden. Hamdallah selbst war unversehrt geblieben. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatte die Hamas erst kürzlich beschuldigt, hinter dem Anschlag zu stecken. Die Hamas erklärte, die Ermittlungen ihrer Sicherheitskräfte dauerten an.

Die Hamas und die Fatah-Bewegung von Abbas sind verfeindet, seit die Hamas im Jahr 2007 die Macht im Gazastreifen an sich gerissen hatte. Die im Westjordanland regierende Fatah versucht seit langem, die Kontrolle über den palästinensischen Küstenstreifen zurückzubekommen.