Hauptrolle Berlin: Hexenkessel Neukölln: Detlev Bucks "Knallhart" revisited

Knallhart Szene Film von Detlef Buck

"Du Opfer." Gleich am ersten Tag in der neuen Schule wird der 15-jährige Michael Polischka verprügelt und "hochgenommen". Er muss bluten, sein Handy und seine Schuhe hergeben. Und soll künftig Schutzgeld bezahlen. Bis dahin hatte der Teenager eine relativ behütete Kindheit, in einer schnieken Zehlendorfer Villa. Aber der Freund seiner Mutter hat sie rausgeworfen. Nun hausen sie in einer schäbigen Hinterhofwohnung in Neukölln. Und dort wird ihm gleich am ersten Tag klargemacht, wie es hier zugeht.

Als Detlev Bucks Film "Knallhart" im Februar 2006 auf der Berlinale Premiere feierte, wurde dem Regisseur vorgeworfen, zu übertreiben. Als einen Monat später die Neuköllner Rütli-Schule einen Brandbrief schrieb und eine bundesweite Debatte auslöste, war "Knallhart" plötzlich der Film der Stunde. In der Filmreihe "Hauptrolle Berlin", in der der Zoo Palast und die Berliner Morgenpost an jedem ersten Dienstag im Monat einen genuinen Berlin-Film zeigen, darf dieses Werk daher nicht fehlen. Kommenden Dienstag wird es noch einmal gezeigt, und der Regisseur spricht über die Dreharbeiten.

Bild Nr. 1:
Wurde mit diesem Film zum Star: David Kross Delphi Filmverleih

Buck hatte sich bis dahin als Regisseur lakonischer Komödien einen Namen gemacht, Filme wie "Wir können auch anders" oder "Männerpension", die mal Kultstatus erlangten, mal nur gemischte Kritiken ernteten. Sechs Jahre hatte er dann gar keinen Film gedreht, bis er mit einer radikalen Richtungsänderung überraschte. Als müsste er den Filmtitel seines frühen Erfolgs einlösen, dass auch er anders könne.

"Knallhart"...

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