Haug spricht Klartext nach Ferraris Fiasko

Es war mal wieder ein Wochenende zum Vergessen für Ferrari. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Beim Grand Prix von Frankreich hatte Charles Leclerc aussichtsreich in Führung gelegen, ehe er plötzlich den Abflug machte.

Damit nicht genug: Auch Carlos Sainz verpasste schließlich nach seiner Strafversetzung wegen eines Boxenstopps das Podium.

Haug irritiert über Leclerc-Ausfall

Kurzum: Ein Riesendämpfer im Kampf um die WM-Krone, in dem der bis dahin Zweitplatzierte Max Verstappen der Nutznießer war.

„Heute war ein Schlag in die Magengrube“, meinte daher auch Norbert Haug im AvD Motor & Sport Magazin auf SPORT1.

Der frühere Mercedes-Teamchef fügte irritiert an: „Das war für mich ungewohnt, dass ein Führender abfliegt. Das gibt es wirklich nur alle Jubeljahre.“ (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

DTM-Legende Manuel Reuter sprach ebenso von einem „Desaster für Ferrari“.

Der ungewohnte Fehler vom Leclerc sei „Sinnbild für den Meisterschaftskampf“ bei Ferrari. (HINTERGRUND: „Was zur Hölle?“ Ohrfeige für Ferrari)

Reuter meinte: „Irgendwann ist Unruhe im Team - diese kleinen Fehler, die technischen Fehler, die Strategiefehler, auch die Standfestigkeitsfehler. All das springt auf den Fahrer über. Und wenn er (Leclerc , Anm. d. Red.) unter Druck ist, dann muss er pushen, und es war dieses Quäntchen zu viel.“

Das sah Haug ähnlich: „Es braucht Zuverlässigkeit, wenn man um den Titel mitfahren will. Da sind durchaus viele Strategie-Schnitzer wie nun beim Boxenstopp. Da wirst du nicht sicherer als Fahrer.“

Hat Verstappen WM-Titel bereits sicher?

Ein Umstand, der sich auch in Zahlen spiegelt. So wuchs Leclercs Rückstand im WM-Kampf auf Verstappen, der sich weitere 25 Punkte sicherte, weiter an. Zwischen dem Red-Bull-Piloten und seinem Ferrari-Widersacher liegen nunmehr bereits 63 Zähler. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

„Der Abstand hat sich heute fast verdoppelt“, kalkulierte Haug. „Selbst wenn Leclerc nun zehn Siege holt und Verstappen zehnmal Zweiter wird, gewinnt er gerade so. Aus eigener Kraft Verstappen in zehn Rennen zu schlagen, wird sehr schwierig.“

Für DTM-Routinier Reuter ist sogar schon eine WM-Vorentscheidung gefallen: „Wenn man sich das ganz realistisch anschaut, ist das Ding fast durch für Red Bull und Verstappen. So viele Fehler werden sie nicht mehr machen.“

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