Hauchdünner Vorsprung! Geiger fliegt zum nächsten Sieg

·Lesedauer: 2 Min.
Hauchdünner Vorsprung! Geiger fliegt zum nächsten Sieg
Hauchdünner Vorsprung! Geiger fliegt zum nächsten Sieg

Karl Geiger zeigte cool die Faust, dann hüpfte er freudestrahlend ganz nach oben auf das Podest: Deutschlands bester Skispringer hat in Engelberg bei der Generalprobe für die Vierschanzentournee die Muskeln spielen lassen und mit einem beeindruckenden Auftritt seinen zweiten Saisonsieg gefeiert. Die Hoffnung auf den ersten deutschen Tourneetriumph seit Sven Hannawald vor zwei Jahrzehnten erhält neue Nahrung. (Skisprung-Weltcup: Alle Wettbewerbe im LIVETICKER)

„Ich bin sehr glücklich über den Wettkampf heute, das war sehr wichtig für mich“, sagte der 28 Jahre alte Oberstdorfer im ZDF, nachdem er den Angriff seines japanischen Rivalen Ryoyu Kobayashi abgewehrt hatte - nun wird er auf jeden Fall im Gelben Trikot des Weltcup-Gesamtführenden zum ersten Tourneespringen in Oberstdorf am 29. Dezember antreten.

„Ich habe immer versucht von der Quali zum Wettkampf einen draufzupacken. Das ist mir zuletzt nicht gelungen, heute aber deutlich besser. Das ich dazu noch gewonnen habe, ist megageil“, sagte Geiger.

Geiger siegt hauchdünn vor Kobayashi und Zajc

Auf der anspruchsvollen Gross-Titlis-Schanze im Schweizer Kanton Obwalden setzte sich der Skiflug-Weltmeister mit Sprüngen auf 137,0 und 140,0 m (287,4 Punkte) vor Kobayashi (286,6) durch, der mit der Tagesbestweite von 140,5 m im zweiten Durchgang mächtig Druck auf den folgenden Geiger gemacht hatte. Dritter wurde der Slowene Timi Zajc (282,4). (DATEN: Stand im Skisprung-Gesamtweltcup)

Für Geiger war es der elfte Weltcupsieg, den ersten hatte er vier Jahre zuvor ebenfalls in Engelberg gefeiert. Mit 514 Punkten führt Geiger im Weltcup nun deutlich vor Kobayashi (396).

„Er hat seinen idealen Sprung gesucht, den hat er heute gefunden“, sagte Bundestrainer Stefan Horngacher: „Karl hat bewiesen, wie stark er sein kann im Wettkampf.“

Schmid verpasst Top Ten knapp - Eisenbichler enttäuscht

Einen herben Rückschlag kassierte Geigers Kumpel Markus Eisenbichler, der auf der von ihm wenig geliebten Schanze nur 27. wurde. „Wenn ich ehrlich bin, ich hab die Schnauze voll gehabt nach dem zweiten Sprung“, sagte der sechsmalige Weltmeister: „Ich weiß, dass ich mich hier schwer tue. Dass es aber so schlecht geht, nervt mich.“

Zweitbester Deutscher war am Samstag Constantin Schmid (Oberaudorf) als Zwölfter, nach dem ersten Durchgang hatte der 22-Jährige noch auf Platz acht gelegen. Die weiteren deutschen Springer blieben am Samstag hinter ihren Möglichkeiten zurück. Pius Paschke (Kiefersfelden) belegte Platz 21. Eisenbichler (Siegsdorf) und Stephan Leyhe (Willingen) kamen punktgleich auf Rang 27.

Der zuletzt verbesserte, aber noch nicht konstante Olympiasieger Andreas Wellinger (Ruhpolding) verpasste nach einem missglückten Sprung als 43. das Finale der besten 30 klar. Am Sonntag (16.00 Uhr im LIVETICKER) steht in Engelberg ein weiteres Einzelspringen an, die Vierschanzentournee beginnt am 28. Dezember mit der Qualifikation in Oberstdorf. (DATEN: Weltcup-Kalender im Skispringen)

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.