Darum hat sich der Preis von Smartphones in den vergangenen acht Jahren verdoppelt

Im Gegensatz zu anderen Elektronikprodukten werden Smartphones immer teurer.  - Copyright: picture alliance / picture alliance / dpa tmn | Laura Ludwig
Im Gegensatz zu anderen Elektronikprodukten werden Smartphones immer teurer. - Copyright: picture alliance / picture alliance / dpa tmn | Laura Ludwig

In den vergangenen Jahren sind viele Elektronikprodukte billiger geworden. Im vergangenen Sommer waren beispielsweise Waschmaschinen, Kühlschränke und Fernseher trotz Inflation sogar günstiger als im Vorjahr. Dieser Trend gilt jedoch nicht für Smartphones, wie eine Analyse des Vergleichsportals Verivox zeigt, die der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) vorliegt.

Smartphones sind fast doppelt so teuer wie vor acht Jahren

Das Vergleichsportal Verivox hat die Preisentwicklung von Smartphones in Deutschland seit 2015 untersucht. Die Analyse liegt der "FAZ" vor und zeigt, dass sich die Preise für Geräte beliebter Marken fast verdoppelt haben. Ein Smartphone der vier beliebtesten Hersteller Apple, Samsung, Xioami und Huawei kostet heute im Schnitt 792 Euro. Das sind 97 Prozent mehr als 2015.

Die beiden Marken Samsung und Apple decken laut "FAZ" drei Viertel des Marktes in Deutschland ab. Diese beiden Anbieter haben die Preise laut der Analyse um rund 35 Prozent erhöht. So kostete das iPhone 6s 2015 noch 739 Euro, das iPhone 14 kostet heute 999 Euro. Bei Samsung startete das Galaxy S6 bei 699 Euro, das Galaxy S23 kostet heute mindestens 949 Euro.

Was sind die Gründe für den Preisanstieg?

Die Inflationsrate allein könne den Preisanstieg nicht erklären, schreibt die "FAZ". Sie habe sich zwischen 2015 und 2020 zwischen 0,5 und 1,8 Prozent bewegt. Vielmehr sei laut Verivox das Aufkommen von Premium-Modellen verantwortlich. Diese "Pro"-Modelle seien deutlich teurer und mit besserer Technik ausgestattet als die Standardmodelle, zum Beispiel mit der Mobilfunktechnologie 5G.

Der Telekommunikationsexperte Jens-Uwe Theumer sagte der "FAZ", dass der Erfolg der großen Marken auch auf deren Marketingbudgets zurückzuführen sei. Diese zusätzlichen Werbekosten führen also auch zu höheren Preisen.

Wie können Konsumenten sparen?

Wer wenig Geld ausgeben will, hat grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Die "FAZ" schreibt, Kunden könnten ein neues Gerät zusammen mit einem Mobilfunkvertrag kaufen. Bei diesem Geschäftsmodell werde der Preis über die Vertragslaufzeit hinweg abbezahlt.

Eine andere Variante sei der Kauf eines professionell aufbereiteten ("refurbished") Modells aus dem Vorjahr. Dieses habe oft fast die Qualität eines Neugerätes. Kunden könnten so mehrere hundert Euro sparen und verzichteten auch nicht auf wichtige Neuerungen, da diese im Einjahresvergleich oft marginal seien.

aeh