Drei Wunsch-Stürmer beim BVB - aber wie viel Kohle ist da?

Die Tumor-Nachricht bei Sébastien Haller war nicht nur ein Schock für den BVB, sein monatelanger Ausfall reißt auch ein Loch in den Kader.

Denn jetzt fehlt der Königstransfers des Sommers, der Nachfolger von Tormaschine Erling Haaland. (NEWS: Haller-Ersatz? Das sagt Kehl)

Wie SPORT1 weiß, geht man intern bei Haller von einer Ausfallzeit von mindestens vier Monaten aus - damit wäre das Hinrunden-Aus besiegelt. (DFB Pokal, 1. Hauptrunde: TSV 1860 München - Borussia Dortmund, ab 20.45 Uhr im SPORT1-Liveticker)

BVB will Ersatz für Haller holen

Darum ist bei den BVB-Bossen die Überlegung gereift, dass man sich noch einmal extern verstärken wird, zumal jetzt ein bulliger Stoßstürmer fehlt.

Jung-Star Youssoufa Moukoko alleine die ganze Verantwortung zu geben, wäre bei dem engen Terminplan mit wohl 23 Pflichtspielen bis zur WM in Katar (15. November bis 21. Dezember) vermessen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Nach SPORT1-Informationen haben sich bei der Stürmersuche drei Wunsch-Namen herauskristallisiert: Edin Dzeko, Edinson Cavani und Mauro Icardi. Weitere Kandidaten sind unter anderem Krysztof Piatek, Jhon Córdoba und Arkadiusz Milik.

„Wenn es eine Option gibt, wäre es gut, sie so schnell wie möglich umzusetzen“, sagte Sportdirektor Sebastian Kehl am Freitag bei Sky: „Aber wir haben keinen Zeitplan aufgesetzt. Natürlich habe ich eine Liste im Kopf. Wir beschäftigen uns ja schon ein paar Tage damit.“ Es habe „eine Menge Angebote“ von Spielerberatern gegeben. „Das Telefon stand nicht still.“ Gleichzeitig machte Kehl aber am Freitagabend vor dem Pokalspiel gegen 1860 München im ZDF klar: „Wir werden nur etwas machen, wenn es Sinn macht.“

Noch ist intern aber überhaupt noch nicht final geklärt, wer als erste Priorität angegangen werden soll. Zudem stellt sich noch eine andere Frage: Hat Dortmund überhaupt noch die Kohle für einen Haller-Ersatz?

Wie viel Geld hat Dortmund für neuen Stürmer?

Für Haller (31 Millionen Euro als Sockelbetrag), Karim Adeyemi (30 Mio.), Nico Schlotterbeck (20 Mio.) und Salih Özcan (5 Mio.) haben die Borussen bereits 86 Millionen Euro an Ablöse ausgegeben. Allerdings kam auch Geld rein. (DATEN: Spielplan der Bundesliga)

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„Wir haben bisher netto vielleicht 15 Millionen Euro investiert“, rechnete BVB-Boss Hans-Joachim Watzke erst kürzlich vor und verwies auf den Mega-Transfer mit Manchester City: „Wir dürfen ja nicht vergessen, dass wir Erling Haaland (für rund 75 Millionen Euro) abgegeben haben.“ Zudem hat man Steffen Tigges für 1,5 Millionen Euro an Köln abgegeben.

Leihe von Dzeko oder Icardi - oder kommt Cavani ablösefrei?

Hinzu kommt, dass die Bosse noch mit Einnahmen von rund 20 Millionen für Manuel Akanji rechnen, auch Nico Schulz soll noch weg. Der große Geldkoffer für einen weiteren Stürmer, der Ablöse kostet, ist allerdings nicht da. „Es ist klar, dass wir nicht noch einmal so viel Geld in die Hand nehmen können, wie wir es bei Sébastien Haller gemacht haben. Das ist im Moment nicht möglich. Da müssen wir ein bisschen kreativ sein“, erklärte Kehl.

Auch deshalb wird im BVB-Lager ein Leihgeschäft oder die Verpflichtung eines aktuell vertragslosen Angreifers (wie etwa Cavani) anvisiert. Selbst dann müsste aber auch noch ein fürstliches Gehalt für einen dieser Stars gestemmt werden. (ÜBERSICHT: Die fixen Transfers aller Bundesliga-Klubs)

Hier hat Dortmund aber trotz neuer Topverdiener wie Niklas Süle (kam ablösefrei vom FC Bayern und verdient rund 10 Millionen Euro) noch Luft.

Frisches Geld durch Haller-Gehalt und Stehplätze

Denn Haller kostet zwar 8,8 Millionen Gehalt jährlich - ab der sechsten Krankheitswoche muss das aber nicht mehr der Verein zahlen, sondern die Krankenkasse. Somit spart sich der BVB bald Hallers Gehalt und kann in seinen Ersatz investieren.

Außerdem zahlt sich aus, dass auch auf Anregung aus Dortmund in der kommenden Saison Stehplätze in der Champions League erlaubt sind.

Durch die 15.000 Karten mehr pro Spiel rechnet der BVB in der Königsklasse mit Mehreinnahmen von zwei Millionen (Tickets + Catering).

Kohle in einem gewissen Rahmen ist also da - jetzt muss nur noch der Haller-Ersatz gefunden werden.

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