Hässliche Ronaldo-Büste: So sieht der zweite Versuch aus

Zweite Chance: Für seine Büste von Star-Fußballer Cristiano Ronaldo erntete Emanuel Santos im vergangenen Jahr jede Menge Spott und Häme. Das wollte der Künstler nicht auf sich sitzen lassen und wagte einen neuen Anlauf.

Diese Ronaldo-Büste sorgte für viel Spott. Jetzt hat der Künstler es erneut versucht. (Foto: ddp)

Seit dem 29. März 2017 war Emanuel Santos das Gespött der Kunstwelt: An dem Tag wurde der Flughafen von Madeira in “Aeroporto Internacional da Madeira Cristiano Ronaldo” umbenannt und eine Bronze-Büste des portugiesischen Sportlers enthüllt. Hämische Zeitgenossen fanden, die habe aber mehr Ähnlichkeit mit Chucky, der Mörderpuppe als mit CR7. Ein echter Karrieretiefpunkt für den Künstler.


Seinen Ruf wiederherzustellen schien nach dem Büsten-Debakel fast unmöglich. Doch das amerikanische Sportmagazin “Bleacher Report” hatte eine Idee: Santos solle es erneut versuchen und dabei gefilmt werden. Eine Aktion, auf die er sich einließ. “Ich mag Herausforderungen”, sagte er dem Blatt. Einen Monat lang schuftete der 41-Jährige an dem Nachfolger. Und das Ergebnis kann dieses Mal tatsächlich überzeugen.


Dennoch verteidigte Santos seinen ersten Entwurf: “Okay, die Büste sah nicht zu hundert Prozent so aus wie er.” Und weiter: “Die Leute müssen aber verstehen, dass Kunst eine Ausdrucksform ist, keine exakte Wissenschaft. Jeder macht Fehler, aber das Ausmaß der Kritik war unangemessen.” Außerdem ist er sich sicher: “Wenn ich sie damals nicht so gestaltet hätte, wäre sie längst in Vergessenheit geraten.”

Die neue 36 Kilogramm schwere Skulptur steht in den Londoner Büros von “Bleacher Report”. Momentan gibt es aber keine Pläne, sie gegen das erste Abbild von Cristiano Ronaldo am Flughafen von Madeira auszutauschen.

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