Hasselfeldt an die Spitze des Deutschen Roten Kreuzes gewählt

Hasselfeldt zur neuen DRK-Präsidentin gewählt

Die frühere CSU-Bundestagsabgeordnete Gerda Hasselfeldt ist neue Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Die DRK-Bundesversammlung wählte Hasselfeldt am Freitag in Berlin einstimmig zur Nachfolgerin des langjährigen Präsidenten Rudolf Seiters. Damit steht erstmals eine Frau an der Spitze der Hilfsorganisation.

"Ich freue mich sehr auf meine neue ehrenamtliche Aufgabe", erklärte Hasselfeldt. "Es ist mir eine Herzensangelegenheit, Menschen in Not zu helfen, ob in Deutschland oder in den vielen Krisen- und Katastrophenregionen der Welt." Immer mehr Menschen würden vor Krieg, Gewalt, Klimawandel, Hunger und Armut fliehen. "Und auch wir in Deutschland müssen uns bei der Notfallversorgung der Bevölkerung auf neue Herausforderungen einstellen."

Die 67-jährige Hasselfeldt war von 1989 bis 1991 Bundesministerin für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau sowie von 1991 bis 1992 Bundesgesundheitsministerin. Von 2005 bis 2011 bekleidete sie das Amt der Vizepräsidentin des Bundestages, dem sie von 1987 bis zur Wahl im September angehörte. Zuletzt war die Volkswirtin Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag.

Der 80-jährige frühere CDU-Innenminister Seiters hatte angekündigt, nach insgesamt 14 Jahren als DRK-Präsident nicht wieder kandidieren zu wollen. Die Bundesversammlung ernannte Seiters am Freitag zum Ehrenpräsidenten. Mit drei Millionen Mitgliedern, mehr als 400.000 ehrenamtlichen Helfern und 165.000 hauptamtlichen Mitarbeitern ist das DRK nach eigenen Angaben die größte humanitäre Hilfsorganisation Deutschlands.