Harley-Davidson gehen die Kunden aus

Umsatz und Gewinn zurückgegangen

Älter werdende Kunden und starke Konkurrenz aus Europa und Japan machen dem legendären US-Motorradhersteller Harley-Davidson weiterhin zu schaffen. Die Verkaufszahlen fielen im ersten Halbjahr 2017 weltweit um fast sechs Prozent, der Umsatz um fast zehn Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar (2,9 Milliarden Euro). Der Gewinn brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf 445 Millionen Dollar ein, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Harley-Davidson kämpft vor allem mit Schwierigkeiten auf seinem Heimatmarkt USA; hier gingen die Verkäufe um knapp acht Prozent zurück. Die Stammkundschaft des Unternehmens dort wird immer älter. Zudem machen Modelle aus Japan und Europa dem Motorradhersteller Konkurrenz. Bereits im vergangenen Jahr waren Umsatz und Gewinne geschrumpft.

Harley-Davidson-Chef Matthew Levatich erklärte, das schlechte Abschneiden im zweiten Quartal auf den internationalen Märkten sei erwartet worden. Im zweiten Halbjahr 2017 erwarte das Unternehmen hier auch wegen neuer Modelle wieder Wachstum.

Harley-Davidson produziert seit 114 Jahren im US-Bundesstaat Wisconsin. US-Präsident Donald Trump würdigte dies mit einer Einladung von Managern des Motorrad-Herstellers ins Weiße Haus im Februar. Das hinderte das Unternehmen nicht daran, im Mai das dritte Werk außerhalb der USA in Thailand zu eröffnen. Auch in Indien und Brasilien schraubt Harley-Davidson Motorräder zusammen.