Happy End: Indischer Riesenstorch konnte gerettet werden

Das Bild des Riesenstorchs, dessen Schnabel in einem Plastikring gefangen war, wurde zur viralen Sensation. Das dürfte ihm das Leben gerettet haben. Heute Morgen wurde das erschöpfte Tier gefunden.


„#Storch mit Plastikring um den Schnabel gerettet“

Nach fünf Tagen ist es gelungen, den wohl meistgesuchten Storch der Welt zu finden. Ein Vogelbeobachter hatte auf dem Schnappschuss eines Riesenstorchs bemerkt, dass sich der seltene Vogel mit dem Schnabel in einem Plastikring verfangen hatte. Er beschloss, zu handeln und kontaktierte die Delhi-Stiftung für Vögel der BBC.


„Es handelt sich um einen Riesenstorch – eine seltene Art, die in Teilen Indiens, Indonesiens und Sri Lankas vorkommt.“

Das Bild wurde zu einer viralen Sensation in den sozialen Medien. Sogar der Umweltminister Indiens, Vipul Goel, rief die Bevölkerung dazu auf, den gefährdeten Vogel zu retten. Bei der Suche sollten auch Drohnen zum Einsatz kommen, aber Hochspannungskabel erwiesen sich als Hindernis.

Heute Morgen gelang es dann dem 28-jährigen Vogelbeobachter Rakesh Ahlawat gemeinsam mit dem 32-jährigen NGO-Mitarbeiter Sonu Dalal, den erschöpften Vogel zu fangen. „Sie fanden ihn, wie er unter Mühen versuchte, zu fliegen, weil er bereits dehydriert und erschöpft war, was ihn zur leichten Beute von Raubtieren machte“, sagte Vinod Kumar, der ebenfalls an der Suche nach dem Storch beteiligt war, gegenüber „The Tribune“.


„Nach fünf Tagen wurde der Riesenstorch mit dem Ring um den Schnabel in einer gemeinsamen Rettungsaktion von Teams aus Vogelbeobachtern, Wildtierrettern und von der Bombay Natural History Society heute Morgen aus Delhis Seenregion Najafgarh gerettet.“

„Als er gefunden wurde, war er sehr schwach. Er lag am Boden“, sagte der Vogelbeobachter Pankaj Gupta. Sein Zustand verbesserte sich aber schnell: Zur Mittagszeit war er bereits wieder auf den Beinen. Dem Storch gehe es den Umständen entsprechend gut, berichtete der Tierarzt Dr. Ashok Khasa, der mit seiner Versorgung betraut ist. Er habe drei Fische gefressen und werde für einen Tag in der Vogelstiftung behalten, um sicherzugehen, dass er wieder vollständig fit und überlebensfähig ist.

Riesenstörche sind extrem selten: In den Sumpfgebieten rund um die indische Metropole Delhi gibt es nur noch zwischen 50 und 60 Exemplare. Dem geretteten Storch wurde ein Tracking-Chip an den Fuß montiert, um die Entwicklung der gefährdeten Storchbevölkerung besser verfolgen zu können. Morgen wird er wieder freigesetzt.

Riesenstörche haben auffällig große Schnäbel und schwarz-weißes Gefieder. (Bild: Tim Graham/Getty Images)