Hans-Werner Sinn: „Berufsgewerkschaften sollte man abschaffen“

John Stanley Hunter

Der ehemalige Chef des Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, fordert die Abschaffung von Berufsgewerkschaften. In einem Gastbeitrag in der „Wirtschaftswoche“ schreibt der Ökonom, dass die „aggressiven Streiks“ der Gewerkschaften „riesige wirtschaftliche Schäden bei betroffenen Unternehmen, aber auch bei deren Kunden und Geschäftspartnern verursacht“ hätten. Dabei bezieht er sich auf die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, in der das Tarifeinheitsgesetz größtenteils als verfassungsgemäß klassifiziert wurde.

Sinn prangert besonders die Gewerkschaften der Lokführer, Flugbegleiter, Fluglotsen, des Bodenpersonals der Flughäfen und der Piloten inklusive der Flugzeugingenieure an.

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Berufsgewerkschaften seien nicht nur „extrem schädlich für eine Volkswirtschaft“, schreibt der 68-Jährige. „Sie sind so schädlich, dass man sie eigentlich im Grundgesetz verbieten müsste.“ Sinn geht noch weiter: „Eine Monopolgewerkschaft ist ökonomisch gesehen ein Kartell von Arbeitnehmern. Dieses Kartell holt eine höhere (um den Freizeitverlust der Arbeitnehmer bereinigte) Lohnsumme für die Belegschaft heraus, als es die Arbeitnehmer unter Konkurrenzbedingungen selbst vermocht hätten“, schreibt er.

Seine Argumentation: Arbeitnehmer würden sich untereinander mit Lohnverhandlungen schaden, weil Arbeitsplätze infolge der steigenden Arbeitskosten verschwinden würden. „Die Produkte des Unternehmens werden dann so teuer, dass am Ende eine kleinere Lohnsumme für alle Arbeitnehmer zustande kommt, als eine Monopolgewerkschaft im wohlverstandenen Eigeninteresse der Belegschaft durchsetzen würde.“

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